Seminar „Innere Fesseln sprengen“


Als ich vor ca. einem Jahr das erste Mal ein Seminar bei Karl Edy (Link zur Homepage). Insofern war ich mir bereits bevor ich mich auf den Weg zum Mondsee gemacht habe, bewusst, dass es ein intensives Wochenende werden würde, in dem viele Emotionen zu Tage treten werden, die sonst unter dem kontrollierten Leben eher verborgen bleiben.

Ich machte mich also am Freitag auf den Weg zu meinem Quartier, welches hoch erhoben einen einzigartigen Blick auf den Mondsee gewährte und für den Mondsee ansich wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hatte und meiner Meinung nach sogar richtig günstig war, für was man geboten bekam.

http://www.gesundheitshof-lohninger.at/

Dort eingecheckt wollte ich natürlich gleich das Örtchen und den See erkunden. Ich begab mich also gleich ins kühle Nass und lief ein kleines Stück entlang des Mondsees … ich lief jedoch mit bewusst offenen Augen um meine Umgebung intensiv wahrnehmen zu können und somit den Aufenthalt richtig genußvoll zu starten. Liebevolle kleine Details entlang der Strecke ließen den Lauf zu einem entspannten Erlebnis werden.

Nach einer ruhigen Nacht in der man maximal mal eine Kuh muhen hörte, ging es am nächsten Tag wieder in den Ort um zu Frühstücken. Das erste Frühstück konsumierte ich in der Konditorei Ebner. Ein Vitalfrühstück welches für 2 Personen gereicht hätte, so reichlich war dieses und auch ausgezeichnet im Geschmack.

Ich ging noch kurz auf den Bauernmarkt und fand beim Schlendern durch den Ort einen Schlüssel mit blauen Anhänger, den ich dann bei der Basilika abgegeben habe (falls jemand diesen suchen sollte 😉 )

Nun zum Seminar ansich. Es war eine besondere Freude Karl nach langer Zeit wieder zu treffen. Er war mir, wenn auch nur in digitaler Kommunikation, eine Stütze während des letzten Jahres. Ich wusste für mich, dass ich mich auf neue Experimente ganz und gar einlassen müsste, um den maximalen Lerneffekt und Benefit aus diesem Seminar zu ziehen.

Neben Meditiation mit Neuromusik, in der wir unter anderem angeleitet wurden, uns mit unseren Eltern auszusöhnen, ihnen zu danken aber auch zu sagen, was uns nicht gefallen hat und sie aus der Rolle des Elternteils zu entbinden, haben wir auch einige Übungen zur Selbstreflexion gemacht und auch Werkzeuge mitbekommen um zuhause an uns weiter zu arbeiten.

Eine besonders intensive Erfahrung für mich persönlich war das holotrope bzw. transzendente Atmen. Man beginnt bei langsamer Musik bewusst tief einzuatmen und auszuatmen, in dem vom Körper natürlich vorgegebenen Rhythmus. Bei steigender Geschwindigkeit der Musik, wird der Rhythmus der Atmung schneller und die natürliche Atempause nach dem Ausatmen verschwindet. Irgendwann so sehe ich es als ausgebildete Sanitäterin gelangt man in Symptomatiken von einer Hyperventilation wie zum Beispiel Parästhesien, als „Ameisenlaufen“ empfunden, begleitet von Verkrampfungen der Hände („Pfötchenstellung“), man verliert die Kontrolle über den Körper und plötzlich passieren die unterschiedlichsten Dinge, manch einer beginnt hemmungslos zu weinen, weil alle Emotionen sich den Weg frei gemacht haben, manch einer hat außerkörperliche Erfahrungen, manch einer scheint liegend zu tanzen, … bis man plötzlich nicht mehr atmet und dass für eine gefühlte Ewigkeit.

Eine Person befindet sich in dieser Ausnahmesituation, eine zweite Person fungiert als Betreuerin um im Notfall die Person wieder zu beruhigen oder zur korrekten Atmung anzuleiten. Wir durften an diesem Wochenende beide Positionen kennenlernen und ich muss gestehen, die Beobachtung dieser Situation lässt definitiv die Sanitäterin in mir wach werden. So habe ich mich erwischt zu schauen ob die Person zyanotisch wird, aber es war alles gut und eine wahnsinnige Erfahrung für alle Beteiligten.

Ich nehme sehr viel mit von diesem Seminar. Gestern als ich nachhause gefahren bin, haben eigentlich Beisätze des Seminars noch sehr in mir gearbeitet und plötzlich hatte ich einen Moment der Erkenntnis. Ich habe plötzlich Verstanden warum mein Opa vor seinem Tod so war, wie er war. Ich habe mich damals gewundert, wieso er plötzlich seine Ehe mit meiner Großmutter schönredet, von der er sich scheiden lies …. nun weiß ich dass es seine Version war mit der Vergangenheit Frieden zu schließen um dann gehen zu können und keine offenen Belange zurückzulassen.

Ich werde mich nun an meine Schreibübung 30 Tage 30 mal mein neuer Glaubenssatz wagen um an einer meiner Charakterschwächen zu arbeiten und bin gespannt ob ich damit Veränderung in mir und in meiner Umwelt bewirken kann.

Es gibt einen schönen Spruch dazu: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst!

In diesem Sinne lasst uns alle an uns selbst arbeiten bevor wir es an anderen tun wollen.

Eure Verena

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