Shake & Meditate

Heute ging es zum Shake and Meditate mit Ilse Grabner und Karl Edy.

Zuerst hieß es eine Stoffbrille aufsetzen und dann zu unterschiedlicher Musik hemmungslos zu tanzen. Die anderen konnten einen ja nicht sehen und daher war es egal wie man tanzte. Die Trainerin Ilse Grabner gab zwischendurch Anweisungen wie zum Beispiel alles raus zu lassen. Tja was soll ich sagen: wer mich persönlich kennt, weiß dass meine Familie auf Grund einer bösen Diagnose gerade sehr auf die Probe gestellt wird und dann alles raus zu lassen, heißt dann auch mal einfach loszuweinen. Denn auch das kann neue Energie und Kraft geben.

Anschließend gab es eine Meditation mit Karl Edy, den ich bereits bei einem Seminar genossen habe. Mittels Neuromusik über Kopfhörer schaffte er es auch diesmal wieder mich in eine andere Welt zu bringen, in der ich frei von Angst und Sorge war und neue Energie tanken konnte.

Also durchaus empfehlenswert dieses Seminar. Die beiden bieten nächste Jahr ein Intensivseminar auf Hawaii an … Sponsoren wanted 🙈 mit Delphinschwimmen und Entspannungstechniken aller Art. Sicher eine hammermäßige Erfahrung!

https://www.karledy.at/veranstaltungen/shake-meditate/

Laufend mutig …

Zu einem festen Bestandteil meines Lebens wurde im letzten Jahr der wöchentliche Lauftreff mit den Mädels vom @club261

Warum geht man da so gern hin? Ich kann es euch erklären 😊😬

Ich bin damals eine schlechte Läuferin gewesen, konnte kaum einen Kilometer durchlaufen, hatte das Gefühl selbst mich nicht verbessern zu können und hatte keinen Spaß mehr am Laufen. Dann habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, mich zu verbessern ohne zugleich einem Leistungsdruck ausgesetzt zu werden. Bei meiner Recherche bin ich auf den Club 261 gestoßen, wo nur Frauen gemeinsam einmal wöchentlich laufen gehen. Zuerst hatte ich große Bedenken, ich könnte zu schlecht sein, aber die Mädels nahmen mich so herzlich in ihrer Runde auf, dass ich mich von der ersten Minute an wohl fühlte.

Neben einer stetigen Verbesserung meines Laufes durch bessere Kondition aber auch durch bessere Lauftechnik, die ich dort erlernte, habe ich auch mental viel Stärke und Halt bei den Mädels gefunden und so geht es mir inzwischen ab, wenn ich eine Woche nicht dabei sein kann.

In dieser Runde hat man Spaß an der Bewegung und merkt gar nicht, dass man sich auch wirklich eine Stunde ausgepowert hat. Ich kann euch die Teilnahme nur empfehlen!

Für weitere Informationen: http://www.club261.com

Hier ein paar Bilder von gestern 😬 ich glaub man kann uns den Spaß ansehen

Wen die Geschichte des Clubs interessiert kann ich folgendes Buch empfehlen:

Jene Frau, die Inspiration für uns laufende Frauen ist und Mut gibt, dass Frau alles erreichen kann ♥️

Logbuch vom 13.09.2017

Heute wäre Toubkal dran gewesen. Ich bin also früh morgens mit den anderen aufgestanden. Verquollene Augen, eine rinnende Nase und offensichtliches Fieber haben mich allerdings daran gehindert, heute den letzten der Viertausender mitzumachen. Wir bleiben heute zu dritt im Camp, denn auch 2 andere fühlen sich nicht fit um den Gipfel trotz geringer Höhenmeter und keiner technischen Schwierigkeit zu absolvieren. Im Endefffekt denke ich mir, dass dieser Gipfel jener ist, den viele Touristen raufgeschleppt werden und den ich nicht zwangsweise auf meiner gemacht Liste haben muss. Ich lege mich also nach dem Frühstück nochmals ins Zelt, kuschle mich in meinen Schlafsack und schlafe noch ein wenig um schnell wieder gesund zu werden (Anmerkung im Nachhinein: dies ist mir bis zuhaus nicht gelungen, auch wenn es etwas besser wurde).

Ich mache mir also mit den anderen – Jutta und Peter sind auch hier im Lager – einen entspannten Tag mit Karten spielen, ein wenig spazieren gehen und einen Kaffee in der naheliegenden Unterkunft.

Das Tal hier ist im Verhältnis schon sehr touristisch und daher sehr verschmutzt. Zudem scheint hier genau eine Windschleuse zu sein, denn es ist eisig kalt und ungemüdlich hier.

Die anderen kommen Mittag wieder vom Gipfelsturm ins Lager und wir verbringen zusammen einen gemüdlichen Nachmittag und Abend. Unsere Crew singt für uns noch einheimische Lieder und wir haben ein festliches Abendessen. Morgen wird unsere Mannschaft uns verlassen und auf die nächste Tour gehen.

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Logbucheintrag vom 12.9.2017

Vorweg ihr lieben Leser, es tut mir leid, dass ich euch so warten gelassen habe mit dem nächsten Beitrag, aber manchmal kommt es im Leben anders an man denkt und man hat ganz schnell andere Prioritäten im Leben.

Nichts desto trotz möchte ich euch weiterhin von meiner Reise oder auch meinen Wanderungen berichten, die ich erlebt habe und erleben werde … hier also der nächste Logbucheintrag meiner Marokko-Reise

1900 Höhenmeter rauf und 1100 Höhenmeter runter … inklusive Kletterpassage, die für eine meiner Mitstreiterinnen auf Grund Ausgesetztheit eine große Herausforderung darstellte.

Um 4:30 Uhr klingelte der Wecker, mein Weckruf sorgte dafür, dass alle in der Gruppe erwachten und wird uns pünktlich zum Frühstück einfanden. Morgens war es noch nicht klar, ob wir den Gipfel an diesem Tag wirklich machen sollten. Also ging es gemeinsam für alle auf den ersten Pass hinauf – 1250 Höhenmeter hatten wir bis dahin schon hinter uns gebracht. Wir gehen heute etwas langsamer, da Peter sehr angeschlagen ist und auch keiner weiß, wieviel uns heute noch an Höhenmetern erwartet. Eine kurze Diskussion in der Runde und wir beschließen den Gipfel heute in Angriff zu nehmen.

Jutta und Peter beschließen gleich den Abstieg zu nehmen mit unserem Koch, der Rest der Truppe geht rauf zum nächsten Pass. Leider hat eine unserer Gruppe sich am Weg rauf verknöchelt und bricht den Aufstieg ab. So gehts also minus 3 Personen weiter auf den Gipfel.

Ich habe zu kämpfen mit dem nun erhöhten Tempo, der Höhe und meiner angeschlagener Gesundheit. Aber ich bin eine Kämpfernatur wie meine Mutter und gehe weiter bis auch ich den Gipfel erreiche.

Auf dem Weg rauf wurde eine Person unserer Gruppe unserem Guide gegenüber sehr unfreundlich.  Er meinte er würde ihn von dem Fels runterschubsen, wenn er noch mal den falschen Namen verwenden würde. Naja ich habe mich auf jeden Fall fremdgeschämt und mich bei unserem Guide für diese Aussage entschuldigt, auch wenn nicht ich sie getätigt habe.

Mein Beschluss an dem Tag, ich muss französisch lernen, eine schöne Sprache ist das

Wetter: 1 Wolke gesehen

Stimmung: Verärgert müde und kränklich

Zitat des Tages: Macht euch bereit!

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Abenteuer Wasserweg Liebenfels 

Sicherlich hat die Welt viel zu bieten auch in anderen Ländern, aber auch bei uns zu Hause! In Kärnten haben wir das unsagbare Glück wirklich gleich vor der Haustür wunderschöne Ausflugsziele zu haben die auch mit Sportlichkeit vereinbar sind.

So waren wir gestern mit den #naturfreunde St. Veit an der Glan am #abenteuer #wasserweg. 

Die Länge des Weges beträgt 7,5 km und führ vorbei an einer Hängebrücke, einer Mühlenruine, dem Glatschacher Wasserfall und dem Sörger Wasserfall.

Der Weg sollte nach Möglichkeit mit gutem Schuhwerk begangen werden, da es durch das Wasser sein kann, dass die Steine rutschig sind. Für Kinder erachte ich diesen Weg als durchaus geeignet und auch sehr lehrreich. Man kann bei genauerem Hinhören unterschiedliche Vögel hören und wenn man genau hinsieht die spannende Tierwelt des Waldes entdecken.

Hunde können hier grundsätzlich mit, wenn sie keine Angst vor der Hängebrücke haben und die Kühe umgangen werden.

Mehr Informationen bietet hier die lokale Homepage:

http://www.liebenfels.at/tourismus-aktivitaeten/abenteuer-wasser-weg

Logbucheintrag vom 11.09.2017

Heute wurden wir belohnt mit einem herrlichen Bergsee.

Um 7:45 gab es ein wie üblich herrliches Frühstück am schönen Campingplatz. Mit Stühlen und Tischen war das Essen schon richtig ungewohnt. Das Frühstück war reichlich wie immer mit verschiedenen Marmeladen, eine Schokocreme, Müsli, Streichkäse, frisch gebackenem Brot, Orangensaft, Kaffee und Tee. Es mangelt uns kulinarisch wirklich an nichts, für jeden war einfach immer etwas dabei.

Heute ging es in angenehmen Tempo 700 Höhenmeter rauf.

Peter, unserem Mitstreiter, geht es nicht so gut, er hat große Probleme mit dem Rücken. Ich überlege schon wie ich ihm helfen kann, außer mit Schmerzmedikamenten, aber irgendwie habe ich kein Physiotape mit, um ihn mit einer Memorytape Auflage wieder gerade zu richten. Ich stell mir das sehr mühsam vor mit solchen Schmerzen zu wandern.

Wolfgang unser Lehrer kommt irgendwie nicht aus seiner Rolle raus und ist bemüht uns alle zu lehren und vor allem zu belehren. Aber wie schon Oscar Wilde feststellte:

Ich bin immer bereit zu lernen, aber nicht immer, mich belehren zu lassen.

Oscar Wilde

(1854 – 1900), eigentlich Oscar Fingal O’Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

In diesem Sinne krachten zwei Welten heute aufeinander. Wolfgang jener Mensch, der die neue Technik als böse hinstellte und dass man das alles nicht brauche und mich als technikbegeisterte Person, die auch gerne die Eckdaten einer Route wissen wollte um euch daran teilhaben lassen zu können.

Am Lac d’ifni angekommen, war ich begeistert von diesen wunderschönen Kontrasten der Landschaft und ärgerte mich doch tatsächlich darüber nicht die Systemkamera gekauft zu haben, die Photos nahe an denen einer Spiegelreflex machen hätte können ohne gleich so schwer zu sein. Naja ich habe trotzdem versucht, diese geniale Landschaft einzufangen.

Am See angekommen – es hatte ca. 35 Grad an diesem Tag – beschlossen wir Mädels den See zu testen und wagten uns in den Bergsee (Anmerkung im Nachhinein: Hätt ich mal nicht machen sollen, denn das hat meine Gesundheit nicht gerade verbessert 🙂 ) Wie die Bergseen nun mal so sind, hatte auch dieser nicht gerade Badewannentemperatur. Aber wir waren danach erfrischt und wieder sauber.

Das mit der Sauberkeit auf den Trekkingreisen ist ja so eine Sache. Man sollte nicht zimperlich sein. Es gilt das Motto zurück zur Natur – eine biologisch abbaubare Seife und ein Bach müssen im Normalfall reichen. Wenn man Glück hat, führ der Bach auch einigermaßen genügend Wasser um sich anständig zu reinigen. Ab und an kann man auch sein Shirt und co im Wasser ausschwemmen und waschen. Nach Rosenduft wird man wohl trotzdem nach ein paar Tagen nicht mehr riechen. Wenn man dann höher kommt, wird es kälter, somit wird auch die Wäsche immer weniger mutig und man tendiert zur Katzenwäsche. Eine gute Empfehlung ist es für gewisse Zonen Babyreinigungstücher mitzunehmen (Anmerkung: bitte nicht liegen lassen, sondern zum nächsten möglichen Entsorgungsbereich mitnehmen)

Abend rinnt und juckt die Nase nach wie vor wie verrückt. Eigentlich wäre für morgen kein Gipfel am Plan, es wird jedoch überlegt aus strategischen Gründen die Route zu ändern und morgen den Djebel Timesquida gleich mitzunehmen. Das würde bedeuten 1800 Höhenmeter circa rauf – soviel hab ich glaub ich noch nie gemacht – zumindest nicht aufwärts. Das wird besonders mit meinen gesundheitlichen Beschwerden eine große Herausforderung. Tour morgen also zuerst über den Pass Tizi n’quanoums und dann auf den 4000er Timesquida

Wir erfahren von Einheimischen, dass hier am See vor über einem Monat jemand ertrunken sein soll und bis dato nicht mehr nach oben gekommen sei. Na Gott sei dank hat er uns nicht hallo gesagt bei unserem Schwimmausflug.

Zitat: Der See ist so kalt (Gestik darf sich dazu jeder selbst vorstellen 😉 )

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Herausforderung Gesundheit

Wie doch inzwischen einige meiner Leser wissen ist mein Körper nicht bestens geeignet für Abenteuer und sportliche Herausforderungen, so meinen zumindest die Ärzte 🙈

Wenn es nach meinen Befunden geht müsste ich in meiner Freizeit Puzzle spielen oder spazieren gehen oder maximal walken

Danke meiner Erziehung bin ich eine Kämpfernatur geworden, die sich damit nicht zufrieden geben will und ihrem Körper zeigen will wer der Chef ist.

Ich bin ja 50 % Invalide und lasse mich aber nicht von dieser Tatsache abhalten, meine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen zu lassen!

Eine meiner gesundheitlichen Probleme die jedoch kein Grund für meine Invalidität darstellt ist das beidseitige Lipödem auf meinen Oberschenkeln und meinen Po.

Schon in der Pubertät begann man mich aufgrund meiner Unförmigkeit zu henseln.

Das tat schon weh, aber es war auch ein Grund dafür, dass ich immer in Bewegung blieb, denn ich wollte es aufhalten, beziehungsweise den Fortschritt verlangsamen. 

Nun da ich nachgewiesen habe, dass ich alles gemacht habe, was man noch machen kann inklusive gesunde Ernährung und regelmäßigen Sport, aber auch wunderbaren Venenstrümpfen, die besonders im Sommer ein Hit waren, wird mir endlich von der Krankenkasse geholfen und ich darf am 23. November den ersten Schritt machen um das Lipödem los zu werden. In zwei Ops eine im November und eine im Februar werde ich von diesem lästigen befreit. 

Wieder ein Ziel erreicht und es gibt noch viel in meinem Leben zu erreichen trotz 50 % Invalidität! 

Die nächsten Lauf Wettbewerbe aber auch die nächsten Gipfel und Wanderungen quer durch  mir unbekannte Länder können kommen!


Logbucheintrag vom 10.09.2017

Heute ist glücklicherweise ein entspannter Tag. Um 07:30 gabs Frühstück mit Pancakes #besterkochderwelt 🙂

Die heutige Tagesetappe beträgt nur 4 Stunden Gehzeit, wovon nur 100 Höhenmeter aufwärts verlaufen und 1154 Höhenmeter runter. Der Weg war laut #garmin 10 Kilometer lang. Ich habe in der Nach noch den Fuß gelympht … da weiß man wieder wofür man mal die Ausbildung zum medizinischen Masseur gemacht hat. Danach eine schmerzlindernde Salbe drauf und nun ist der Knöchel so gut wie schmerzfrei. Morgens hatte ich kein Fieber, jedoch die Nase rinnt ohne Ende und ich bin schon ganz wund unterhalb der Nase. In der Nacht wehte ein eisiger Wind.

Nach unserer kurzen Tagesetappe gingen wir Mädels ins #hamam für Einheimische. Ein Erlebnis der besonderen Art.  Beim Eingang wäre man versucht gewesen, wieder umzudrehen, da es alles anders als schön und einladend war. Wir gingen also trotzdem rein in dieses dunkle Gebäude bewaffnet mit einem neu gekauften Hamam-Handschuh und zwei Packungen Hamam-Seife. Eine junge zart gebaute Frau erwartete uns bereits mit je einem Kübel warmen Wasser pro Person. Wir setzten uns also auf den Boden hin und die Frau begann uns nacheinander mit dem jeweiligen Handschuh und er Seife abzuschruben. Es war doch ein ganz anderes Erlebnis als die noble Version die ich bis dato beim Hotel #Hochschober auf der #Turrach erlebt hatte. Wir waren ca. 2 Stunden in dem Hamam bis wir alle fertig geschrubbt waren. Zum Schluss wurden wir noch mal mit einer Kübelfüllung Wasser abgeduscht und wurden dann im wahrsten Sinn des Wortes Quietschesauber entlassen.

Der viele Dampf im Hamam tat meiner Nase sichtlich gut und so konnte ich danach wieder gut atmen.

Unser heutiges Camp war ein nettes Camp am Fluß, mit einem kleinen Lokal dabei, wo man sich auch Limonade und Süßes kaufen konnte. Es gab Tische und Stühle um wieder in alter Manier zu essen. Die letzten Tage haben wir ja nach marokkanischer Art am Boden sitzend gegessen.

Unser Guide Khalid wollte mit mir abends die Stadt erkunden, ich verneinte und spielte mit den Mädels unserer Gruppe wieder mal Karten und wir tratschten fröhlich über Gott und die Welt. Dann ging es früh abends ins Zelt zum Schlafen um schnell wieder ganz gesund zu werden.DSC_0267DSC_0270DSC_0271DSC_0273DSC_0274

Logbucheintrag vom 09.09.2017

schön langsam aber doch zeigt Marokko seine härteren Zeiten .. 5:15 Frühstück … das ist einfach zu früh zum Essen, aber ich weiß, dass es wichtig ist, genug im Magen zu haben, um ein wenig Energie für den Gipfelsturm zu haben. Ich zwinge mich also trotz mangelndem Hunger zum Frühstück, wenn auch nur ein kleines.

Es geht also los. Es ist noch nicht wirklich hell, aber man kann den Weg auch ohne Stirnlampe schon erkennen. Die Sonne kommt schön langsam hervor. Ich merke schon früh morgens, dass ich nicht fit bin –  die Nase rinnt, der Hals kratzt und ich fange irrsinnig leicht zum Schwitzen an. Das waren keine guten Vorzeichen für die nächsten Tage.

Der Aufstieg war zuerst recht steil, nichts desto trotz war mir wahnsinnig kalt, dann wurde mir richtig heiß. Ich konnte nur erahnen, was mein Körper gerade durchmachte. Aber ich wollte wirklich auf diesen ersten 4000er rauf.

Ich kann Khalid heut nicht folgen, er ist heut einfach zu schnell für mich. Aber unsere deutschsprachige Reisebegleiterin und Bergführerin Nadine bleibt bei mir und geht mit mir in meinem Tempo rauf auf den Gipfel. Summit am Djebel Ifrouan!

Ein Wahnsinnsgefühl oben zu stehen, nachdem man glaubte, es nicht zu schaffen. Jutta, eine aus unserer Mannschaft, hat kurz unter dem Gipfel aufgegeben, auch sie hatte zu kämpfen, aber mehr mit dem Geröll.

Dann kam der Abstieg über eine Geröllrinne. Normalerweise kein Problem, aber wenn man bereits ziemlich angeschlagen ist, kann auch das zum Problem werden. So versuche ich die Rinne runter zu surfen und schwups eine Unachtsamkeit und Knöchel angeknackst.  Der restliche Abstieg gestaltete sich dann auf Grund der Gesamtumstände alles andere als lustig.

Um viertel 2 kamen wir nach 6 statt geplanten 8 Stunden im Camp an, wo uns Peter einer unserer Mitreisenden, der den ersten Viertausender ausgelassen hatte, bereits erwartete, um von uns zu erfahren, wie es denn gewesen war.

Beim Aufstieg hatte mein Handy kurz Empfang und ich freute mich über eine Nachricht von zuhause und dass alle offenbar wohl auf waren.

Abends verschlimmerte sich die gesundheitliche Situation. Nachdem Khalid uns ein Berber-Märchen nach dem Abendessen vorgelesen hatte, bin ich mit relativ hohem Fieber, starken Halsschmerzen und Kopfschmerzen auf meine Matte im Schlafsack eingeschlafen.

Zum Abendessen gab es Berber-Nudeln, das sind Fadennudeln, wie man sie bei uns aus der Suppe kennt, mit Zimt, Zucker und geriebenen Nüssen abgeschmeckt, war wirklich gut, trotz meiner Abgeschlagenheit.

Zitat des Tages: Nit mei Tag!

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Summit am Djebel Ifrouane

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Knöchel angeschwollen nach Geröllrinne

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nachts im Zelt mit Fieber