Sicherheitstag der Bergrettung Althofen-Hemmaland

Als Anwärterin der Bergrettung durfte ich heute meine Kollegen unterstützen und das Lawinenopfer mimen.

Unsere Sektion macht alle zwei Jahre diesen Sicherheitstag um jedermann die Gelegenheit zu geben, den richtigen Umgang mit LVS Gerät, Sonde und Schaufel zu erlernen und auch die Schneearten richtig zu verstehen und den Aufbau der Schneeschichten und die damit eventuell verbundenen Gefahren zu erkennen.

Zuerst gab es Vorträge zu dem Thema Lawinen, erste Hilfe am Berg sowie Ausrüstung bei Schitour und Schneeschuhwandern.

Dann ging es raus an die frische Luft, rauf auf den Berg um das soeben theoretisch erlernte in die Praxis umzusetzen.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren mit vollem Einsatz und wissbegierig dabei und machten diesen Tag zu einem wundervollen erfolgreichen Tag.

Anschließend konnte man sich bei ausgezeichnetem Essen und Getränken in der Weisbergerhütte noch über das erlebte austauschen und bei Bedarf noch Fragen stellen.

Ich habe auf jeden Fall gelernt, dass man ein Piep LVS Gerät auf neue Software updaten kann 🙈 (ich gestehe das war mir echt nicht bekannt) und die Auffrischung des Stop and Go war auch für mich wieder sehr gewinnbringend.

Ich weiß jetzt auch, dass die einzige brenzlige Lawinen Situation, in der ich je war, die Vorstufe einer Altschneelawine war. Das Setzungsgeräusch und der Riss in der Schneedecke waren die Anzeichen. Dass ich damals ein Stop ausgesprochen habe, war also Gold richtig.

Hier ein Bild von Damals auf dem man den Riss sieht:

In Summe war es heut ein toller Tag mit tollen Kollegen und auch super Teilnehmern.

Auch Kollegen vom Roten Kreuz waren heut mit dabei, um ihr wissen für die Berge zu erweitern.

Hier Bilder von heute:

Die Erleuchtung ;-)

Ich werde immer öfters gefragt, worauf man bei gewissen Produkten achten soll. So darf ich auch momentan einer lieben Kollegin mit Rat und Tat zur Seite stehen, die ihren Sohn auf Trekkingreise nach Nepal entlässt. Darum widme ich mich in meinem heutigen Blogeintrag dem Thema der Ausrüstung, insbesondere dem Thema der Stirnlampe.

Was habe ich anfangs zusammengekauft. Ich hatte ja keine Ahnung von Stirnlampen und deren Eigenschaften und welche Anforderungen ich an diese stellen musste um für meine Reisen ideal zu sein.

Und so kam es, dass ich die unterschiedlichsten Marken und Modelle in Besitz hatte und viele Vergleiche ziehen konnte. Hier zwei der Stirnlampen, die aktuell bei uns in Verwendung sind.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass die Marke nicht das entscheidende Kriterium beim Kauf einer Stirnlampe sein sollte.

Man sollte sich vielmehr folgende Fragen stellen:
Wie hell soll sie sein?
Wie schwer darf sie sein?
Wie lang soll sie leuchten?
Wie weit soll sie leuchten?
Kann ich sie unterwegs aufladen oder soll sie mit Batterien betrieben sein?
Wie wichtig ist ein guter Sitz – laufen  oder gehen?

Wenn man sich diese Fragen stellt, wird man sicher das passende Produkt finden.

Ich war heute bei meinem Sponsor und habe mal schnell einen Blick zu den dort aktuell lagernden Stirnlampen gemacht um euch hier die Unterschiede zu zeigen.

Hier am Bild seht ihr eine Kilimanjaro Stirnlampe, eine Ledlenser MH6 Stirnlampe und eine Petzl Tikkina Stirnlampe. Zu den Uhren komme ich morgen 😉

Die hellste dieser Stirnlampen ist die LEDLENSER Stirnlampe, erkennen kann man dies an den angegebenen Lumen. Lumen (lm) ist die Maßeinheit für den Lichtstrom. Der Lumenwert gibt an, wie hoch die Lichtmenge ist, die eine Lampe tatsächlich abstrahlt. Der Begriff Lumenkommt aus dem Lateinischen und bedeutet Licht. „Lumen ist der entscheidende Wert für die Helligkeit eines Leuchtmittels.“

Die LEDLENSER hier hat 200lm , die Kilimanjaro 170lm und die Petzl 150lm.

Von diesem Kriterium her müsste man also die LEDLENSER kaufen.

Die LEDLENSER ist jedoch auch das schwerste Modell hier mit 93 Gramm, die Petzl mit 83 Gramm und das Gewicht der Kilimanjaro wird leider nicht angegeben, dürfte aber ähnlich der Petzl sein, da die Bauweise sich sehr ähnelt. Von dem her gewinnt die Ledlenser in diesem Bereich nicht. Daher gilt zu entscheiden was wichtiger ist.

Die Leuchtweite kann entscheidend sein, wenn man am Berg unterwegs ist um entfernt lauernde Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Für mich auch ein entscheidendes Kriterium ist jene, dass ich gerne Hybrid Stirnlampen nutze, welche ich im Notfall mit normalen Batterien betreiben kann oder auch mit einem Akku. So kann ich auf Trekkingreisen in Ermangelung von Auflademöglichkeiten auch mit normalen Batterien wieder für Licht sorgen.

Von den drei Produkten, die ich bei meinem Sponsor Hervis ausgewählt habe, würde ich für den Berg die Ledlenser  auf Grund der starken Helligkeit, der Akkulaufzeit und der Strahlweite wählen und für das Laufen eine der beiden anderen, wobei ich zugeben muss aktuell eine Petzl zum Laufen zu benutzen.

Mein aktuelles Modell ist die Petzl Tikka, die mir gute Dienste leistet. Diese kann ich ohne Bedenken weiterempfehlen.

Petzl Tikka
Kompakte Stirnlampe für die Beleuchtung im Nahbereich und für die Fortbewegung bei geringer Leuchtdistanz.
lange Leuchtdauer, bedienungsfreundlicher Schalter, 3 Leuchtmodi: Nahbereich, Fortbewegung und Fernsicht, rotes Licht, praktischer phosphoreszierender Reflektor
GEWICHT 86 g
ZERTIFIZIERUNG CE, IP X4 (wetterfest)
200 Lumen
BETRIEBSMÖGLICHKEIT 3 AAA/LR03-Batterien, Ni-MH-Akku-s
LICHTKEGEL breit
Ich habe auch diese für meine Marokkoreise benutzt und war absolut zufrieden mit der Leistung für dieses technisch wenig anspruchsvolle Gelände. Für alpinere Touren würde ich eine stärkere Ausführung empfehlen. Bei der Bergrettung werden zum Beispiel gerne Lampen mit fast 1000 Lumen verwendet um für die Einsätze gut gerüstet zu sein. Für den Kilimanjaro hatte ich eine LEDLENSER mit 850lm, die ich dann als Dankeschön unserer Crew geschenkt habe. Diese gibt es nach wie vor zu kaufen: https://www.hervis.at/store/Ausrüstung/Lampen/Stirnlampen/Led-Lenser/H-14R-2-schwarz/p/COLOR-1988271
Fakt is hier lieber ein bisschen mehr als etwas zu wenig, denn wenn es um die Sicherheit geht, sollte man nicht sparen.
Für weitere Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung. Schreibt mir gern auch, wenn ihr über andere Ausrüstungsgegenstände Informationen haben wollt.