BIA Messung

Kennt ihr die sogenannte BIA Messung? Ich habe vor 2,5 Jahren eine genau solche durchführen lassen. Diese Messung hatte zur Folge, dass ich genau vor Augen geführt bekommen habe, in welchem elenden Zustand sich mein Körper zu diesem Zeitpunkt befand. Es war also Zeit etwas daran zu ändern.

Diese Messung ergab einen Körperfettanteil von 25,2 kg reinem Fett und einen viel zu hohen BMI. Die Ausrede ich habe schwere Knochen, war durch die genaue Angabe des Fettanteils also auch Geschichte. Es war also an der Zeit mein Leben in die Hand zu nehmen und zu ändern.

Ich begann als erstes damit meinen alten Job zu kündigen und fließend in einen neuen einzusteigen. Bevor ich mit richtigem Sport starten konnte, mussten erst mal die Kilos purzeln um meine Gelenke nicht zu stark beim Sport zu belasten. Anfangs habe ich mir bei meiner Ernährungsumstellung Hilfe bei den Weight Watchers geholt. Hat auch gut funktioniert, die Kilos sind langsam und stetig runter gegangen.

Schön langsam habe ich mein Sportpensum gesteigert. Durch einen Freund bin ich dann zu meinem jetzigen Trainer Mario Kapler gekommen, der mich nun seit Jänner dabei unterstützt auch sportlich mich zu verbessern und weiterhin meinen Körper und meine Gesundheit zu verbessern.

Ich fühle mich nun seit der starken Veränderung meines Lebens gesund, energiegeladen und mag mich und meinen Körper. Ich merke, dass ich auf Grund der Veränderung in meinem Leben auch anders auf andere Menschen wirke. Ich habe in Summe mehr Spaß am Leben.

Nachdem ich ein Zahlen Daten Fakten Mensch bin, hier ein paar Zahlen:

von 73 kg runter auf rund 62,5 kg bei Morgenmessung

von 25,2 kg Fett runter auf 15,8 kg (davon rund 1,5 kg durch meine Lipödemoperation)

von 25,1 kg Muskeln auf 26,4 kg rauf

Ich werde weiter an mir arbeiten und auf mich achten, denn diese Veränderung in meinem Leben war eine der Veränderungen, die ich bewusst selbst entschieden habe und gleichzeit eine der besten Entscheidungen in meinem Leben.

By the way habe ich hier am Blog noch nicht erwähnt, dass ich nun stolzes Mitglied eines Triathlonvereins bin, in dem ich wunderbare Menschen kennengelernt habe, um meine Leidenschaft zum Sport gemeinsam ausleben zu können.

https://www.3athlon-kaernten.at/

In diesem Sinne bleibt sportlich und gesund! Eure Verena

Die zweite Operation erledigt ✅

Nun befinde ich mich gerade aktuell in der postoperativen Phase nach Operation 2, welche hoffentlich zumindest vorerst die letzte war um mein Lipödem zu bekämpfen.

Diesmal lief alles etwas anders, wenn jemand ein sensibles Gemüt hat, sollte er oder sie diesen Betrag nicht lesen 😉

Ich kam wie vereinbart um 6:45 in der Privatklinik Maria Hilf an und wurde gleich zu meinem Arzt Dr. Jeschke geleitet. Dieser führte noch einige kurze Vorbereitungen mit mir durch, wie das Anzeichnen des Operationsgebietes und der Schnitte. Dann kam ich in mein Zimmer, wo mich wie üblich dort äußerst freundliche Schwestern mit dem obligatorischen sexy Outfit ausrüsteten und mir vorher noch für eine Desinfektionsdusche alle Mittel bereitstellten.

Ich war die zweite am Operationsplan und somit musste ich nicht lange warten. Nach ein paar Scherzchen mit dem Anästhesieteam und allen im OP anwesenden helfenden Händen, sah ich noch zu wie Fentanyl und Dormicum in mich reingespritz wurden und weg war ich. Ich wurde diesmal in einen intensiven Dämmerschlaf mit lokaler Betäubung des OP-Gebiets geschickt. Angeblich habe ich mit meinem Arzt im Aufwachzimmer gesprochen. Ich hoffe ich habe nichts unangemessenes gesagt oder eine Pizza bestellt oder was auch immer.

Ich wurde erst im Zimmer wieder richtig bewusst wach, wo ich dann schnell feststellte, dass diesmal alles anders war. Die Wunden nässten viel mehr als das erste Mal, meine Bettwäsche wurde zwei mal gewechselt und ich hatte zwar Schmerzen aber die waren auch anders.  Die Schwestern und der Pfleger kümmerten sich rührend um mich und versorgten mich mit allem, was man in so einer Situation brauchen kann.

Abends durfte ich dann schon wieder nachhause. Nach einer Katzenwäsche legte ich müde ins Bett.

Diesmal habe ich beschlossen, nicht ins LKH Wolfsberg zu gehen. Ich empfand die Kompressionstherapie mit Bandagen als nicht angenehm teilweise auch schmerzhaft. Diese Entscheidung diesmal die postoperative Zeit anders zu verbringen, stellt sich gerade als goldrichtig heraus.

Ich habe täglich ambulante Therapie wie Lymphdrainage und Physiotherapie, die die Heilung schneller vorantreiben soll. Nachdem ich derzeit nicht Autofahren kann, muss ich zur Therapie täglich gehen. Diese Bewegung ist natürlich ideal für meine Muskelpumpe und Venenpumpe. So gestaltet sich der Heilungsverlauf diesmal um einiges Besser und ich habe die glaub ich berechtigte Hoffnung, dass ich diesmal wieder früher loslegen kann und bald wieder aktiv sein kann.

Momentan lässt sich das Endergebnis der Operation ja nur erahnen, weil ich blau, rot und gelb bin an den Beinen und natürlich auch noch schön angeschwollen, aber was ich da derzeit sehe, stimmt mich optimistisch. Herzlichen Dank an das Hummanomed Team insbesondere allen Pflegekräften, die mir den Aufenthalt so gut wie möglich gestaltet haben und natürlich auch an meinen Arzt, bei dem man sich wortwörtlich in guten Händen befindet.

Ich freue mich schon mit meinen neu gerichteten Beinen viele Kilometer zu laufen und viele Berge zu erobern.

Hier noch ein paar Bilder von dem Operationstag und den Tagen danach:

Postoperativer Aufenthalt

Ich bin inzwischen den 4. Tag nach meiner Operation im Krankenhaus. Ich erhalte hier Kompressionstherapie in Form von Bandagen und Lymphomat IPK sowie Kleingruppengymnastik zur Anregung des Lymphflusses für eine schnellere Genesung.

Was soll ich sagen hier zum stationären Aufenthalt. Jede Krankenschwester und jeder Pfleger den ich hier kennengelernt habe, ist freundlich und bemüht, aber nichts desto trotz merkt man einen wesentlichen Unterschied zu einer Privatklinik. Diese Unterschiede äußern sich in der Zeit, die ein Pfleger pro Person hat, sowie im Essen als auch im Zimmer.

Wir sind ob wir es wahr haben wollen oder nicht einer Zweiklassenmedizin ausgeliefert und das macht mich traurig und verärgert zugleich. Denn jeder der in einem Krankenhaus sein muss, befindet sich in einer nicht erfreulichen Situation und hat es verdient alles zu erhalten um den Aufenthalt gut zu überstehen und Kraft tanken zu können.  Aber ich werde mich nicht zu sehr über das System auslassen.

Fakt ist im Vergleich zu vielen anderen Personen hier, gehts mir echt super. Heut beim Turnen fand ich die Übungen als doch leidenschaftliche Sportlerin eher lustig als schwierig, trotz frisch operierter Beine. Man kann sagen, was man will, aber als sportlich begeisterte Person regeneriert man einfacher und kann vielleicht oft mit Schmerz bei Wiederaufbautraining besser umgehen oder man bringt bedingt durch das Leben schon viel Kampfgeist mit. Ich merke, dass ich eine der wenigen hier auf der Station bin, die Sport als Passion und etwas positives erkannt hat. Aber genau Sport bzw. Bewegung auch in sachter Version sind jedoch wichtig für Menschen mit Lymphproblemen, um die Circulation im Körper anzuregen. Ich spreche hier mit vielen Menschen und versuche ihnen zu zeigen, wie viel Freude Bewegung machen kann und hoffe dadurch auch einigen hier neue Sichtweisen eröffnet zu haben.

Morgen gehts für mich wieder nachhause und ich freue mich bereits auf mein eigenes Bett (darf man auch nicht unterschätzen), Essen so wie ich es für richtig erhalte (mit viel Gemüse, hochwertigen Proteinen und Vollkornprodukten und wenig Zucker) und meine Familie.

Zuhauf angekommen heißt es dann spazieren gehen so viel wie möglich um die Heilung gut voranzutreiben und bald wieder komplett fit zu sein um euch in neue Abenteuer entführen zu können.

Bleibt oder werdet gesund, glg eure Verena

Lipödem ade Teil 1

Es war jetzt einige Tage ruhig auf meinem Blog. Grund dafür war die angekündigte Operation. Ich habe euch ja erzählt, dass meine Ärzte gemeint haben, dass man mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen normal nicht so sportlich ist, aber auch dass ich es beweise, dass eigentlich nur die eigene Überwindung und der eigene Schritt in die richtige Richtung uns von unserer Gesundheit abhält.

Ich habe, also seit dem ich in die Pubertät gekommen bin, ein Lipödem. Was ist das? Fett dass einfach wächst ohne sich falsch zu ernähren und trotz Sport fröhlich weiterwächst. Oft wird diesen Menschen nicht zugetraut sportlich zu sein, da sie halt nicht die Figur eines Sportlers haben. Manche Menschen mögen diese Personen sogar als fett bezeichnen und Kinder sind da sowieso sehr grausam direkt. Ich habe jetzt also jahrelang alles getan was menschenmöglich und noch im gesunden Ausmaß ist um dem Lipödem herr zu werden. Wie zu erwarten war mit mäßigem Erfolg, denn man kann es verlangsamen und trotzdem eine gute sportliche Basis aufbauen aber man kann es nicht aufhalten.

Eines Tages war ich in der Lymphklinik in Wolfsberg in Kärnten und bin hier an eine ganz liebe Ärztin gelangt, die mir mitteilte, dass es inzwischen unter speziellen Voraussetzungen sogar eine Operation dagegen geben würde. Man müsse mindestens 1 Jahr konsequente Therapie durch Kompression, Entwässerung und gesunder Ernährung und Sport nachweisen, dann würde die Krankenkasse bei entsprechender Dokumentation den Eingriff sogar zahlen.

Die Chance mein Lipödem also loszuwerden, war plötzlich greifbar nahe. Ich habe also jede Kleinigkeit dokumentiert, die ich gegessen habe, habe jede Minute Sport aufgeschrieben, habe bei jedem Wetter meine wunderbaren Strümpfe getragen und habe auch abgenommen, überall am Körper nur nicht an den Beinen.

Mit dieser Dokumentation ging ich also zur GKK und bekam den Stempel für die Kostenübernahme.

Die 1. von 2 Operationen habe ich am Donnerstag gehabt. Die Technik ist ähnlich der einer normalen Fettabsaugung nur wesentlich lymphschonender. Ich frage mich nun 2 Tage danach, wer sich das um Gottes Willen nur aus kosmetischen Gründen antut. Meine Beine sind zwetschgenblau und jeder Schritt schmerzt momentan. Ich weiß für mich, dass es das Wert ist, da ich selbst nie den Zustand ändern hätte können, allen anderen sage ich ganz im Ernst, hoch die Ärsche und Leben ändern!

Mir persönlich fehlt jetzt schon der Sport und ich freue mich darauf euch mit vielen Tourenberichten und Reiseberichten zu versorgen. Kurz bevor ich ins Krankenhaus bin, habe ich noch ein tolles Gespräch mit meinem künftigen Sponsor Hervis St. Veit gehabt, in dem wir einige tolle Ideen hatten um euch viel Input für Bergtouren und Trekkingreisen geben zu können, basierend auf meine persönlichen Erfahrungen.

Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit und auf die Abenteuer 2018 … lasst euch überraschen 🙂