Gewagte Ziele?

Kann man es wagen als ehemaliger Sportmuffel scheinbar ganz wahnsinne sportliche Ziele zu entwickeln? Setzt uns der Körper wirklich die Grenzen oder eher die mentale Stärke? Welchen Zeitraum setzt man sich um eine solide Leistung für ein scheinbar unerreichbares Ziel zu erwirken?

Vor einem halben Jahr hätt ich mir nicht mal richtig vorstellen können bei einem Triathlon zu starten, auch wenn ich ein Versprechen einzulösen hatte.

Die Leidenschaft am Sport hat mich jedoch zu gepackt, dass sich in meinem Kopf ganz lustige Dinge abspielen und ich plötzlich ein Ziel vor Augen hab, dass für mich so unfassbar scheint und auch surreal. Kennt ihr das? Und trotzdem wird das Ziel von Woche zu Woche präsenter und man macht sich plötzlich Gedanken, wie lange man wohl tatsächlich braucht um bei diesem einen Event zu starten?

Im letzten Jahr habe ich viele sportlich inspirierende Menschen kennengelernt, was sicherlich dazu beigetragen hat, die eigenen Ziele etwas zu erweitern.

Ich glaub ich muss echt mal ein ernstes Wörtchen reden mit meinem Trainer, wohin mich der Weg führen soll und wie lange wir dort hin brauchen  😉

realistisch oder nicht 😉

Bikefitting

Also da gibt es Sachen, die gibts gar nicht

Ich habe gehört, dass man sein Rad hinsichtlich besserer Ergonomie und besserer Kraftübertragung perfekt an den Körper anpassen kann und auch sollte, wenn man vor hat damit öfters zu fahren als die Gelegenheitsfahrer.

Gesagt getan, Googel befragt, Freunde befragt, und schlussendlich in Villach bei Hannes Stefan Czeitschner (True Fit Coaching) gelandet.

Am Telefon hat er mir die nötigen Informationen gegeben, auf was mich beim Fitting erwarten würde. Ich fuhr also gut Vorbereitet mit meinem Haibike und der nötigen Ausrüstung nach Villach.

Zuerst wurde der Istzustand erfasst, Hannes war ziemlich entsetzt über den Istzustand und war verwundert, wie ich so 100 km ohne größere Beschwerden aushalten konnte, es wurde also einiges umgestellt.

Pedalplatten nach Hinten, Sattel nach vorne und weiter runter, Sattelnase runter, Lenker runter, kürzerer Vorbau, Schalt und Bremsgriffe justiert und zu guter letzt noch Armpads und Extensions montiert.

Mittels Verkabelung wurden genau die Winkel meiner Körperhaltung eruiert und auf das Optimum für mich gebracht.

Das Highlight war wohl, als Hannes feststellte, wie schwer mein Rad eigentlich ist und dass ich eine Maschine sei, wenn ich dieses Rad den Hügel raufjagen würde 😉 Tja was soll ich sagen, 12 kg bewegen das kann ich. Wobei mich jetzt schon interessieren würde, wie schnell ich wohl mit so einem super leichten Bike wäre. Aber wer mit einem schweren Bike fahren kann, kann es erst recht mit einem leichten 😉

Hier ein interessanter Artikel mit Interview von Hannes:

https://www.trinews.at/ist-eine-sitzpositionsanalyse-sinnvoll-fuer-mich/

50% Behinderung

Als ich mich 2016 auf Anraten eines Betriebsrates der Untersuchung zum Feststellungsbescheid stellte, wurde ich sehr überrascht. Mit einer 50% Einstufung hatte ich nicht gerechnet, denn so kaputt fühlte ich mich eigentlich nicht 🙈

Ich wurde im Jahr 1992 von einem Auto angefahren, als ich als Kind die Straße überqueren wollte. Meine Mutter stand währenddessen auf der anderen Straßenseite und sah zu, wie mich dieser Mensch mit ca 80 km/h im Ortsgebiet erwischte. Ich habe noch von der Seite kommend plötzlich ein Auto gehört und habe noch einen Schritt zurück gemacht. Es wäre wohl sonst nicht so glimpflich ausgegangen. Ich kann mich heute noch gut daran erinnern, als ich dort am Boden lag am Eis (es war der erste Tag der Semesterferien) und viele Köpfe von oben plötzlich auf mich blickten und alle meinten, ich solle mich nicht bewegen. Nie werde ich das weinende Gesicht meiner Mutter in diesem Moment vergessen. Ich habe sie noch beruhigt und gesagt es sei alles gut und ich hätte keine Schmerzen, was ich in diesem Moment wohl aus Schock auch nicht hatte. Dann wurde ich damals von Martin5 dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Meine Eltern waren kurz nach mir dort. Ein weiterer Moment, den ich wohl nie vergessen werde ist jener, als ich meinen Eltern gesagt habe, dass das Hubschrauber fliegen toll gewesen sei. Sie hätten mich wohl am liebsten geohrfeigt in dem Moment aus Sorge, was sie natürlich nicht getan haben.

Der Unfall hatte einige Folgen. So hatte ich zum Beispiel einen Nierenkapselriss und habe seither einen gebrochenen Wirbel, 2 Bandscheibenvorfälle als Folgeerscheinung des gebrochenen Wirbels (da keine Stabilität mehr gegeben war) und 2 Gleitwirbel.

Eine Zeit lang habe ich einfach viele Schmerzen gehabt und hab gemeint, ich müsse mich damit abfinden. Dann habe ich mit dem Bergwandern begonnen, dann mit dem Klettern, … und je mehr Sport ich gemacht habe, desto besser hatte ich meine Schmerzen im Griff.

Ich bin also der beste Beweiß, dass man wie ich immer liebevoll sage halb hin sein kann und trotzdem das Leben in vollen Zügen genießen kann.

Ich möchte euch gerne motivieren, euch selbst zu helfen, denn unser Sozialsystem und Krankensystem kann uns zwar ganz gut dabei unterstützen gesund zu werden oder zumindest gesunder, doch es hängt viel von der eigenen Motivation ab, was du daraus machst. Man kann sich nicht nur auf andere verlassen, wenn man gesund sein will bzw. mit dem vorhandenen Material das beste machen will wie in meinem Fall 😉 .

Ich liebe das Reisen. Bis zu meinem 15 Geburtstag sind meine Eltern mit mir nie irgendwo hingefahren, weil es einfach nicht möglich war, mit dem eigenen Bauernhof zuhause und auch finanziell eine Herausforderung gewesen wäre. Da ich bis dato kinderlos bin, genieße ich meine Freizeit und Reise so viel wie möglich und meist auch auf sportliche Art und Weise. Trekkingreisen sind für mich eine ganz besondere Art zu Reisen, da ich meinen Bewegungsdrang und meine Lust auf das Entdecken eines Landes in einem Erfüllen kann. Wichtig ist auch, dass man im Leben die Menschen an der Seite hat, die diesen Wunsch akzeptieren und unterstützen. Ich kann mich glücklich schätzen, diese Menschen in meinem Leben zu haben, dass es mir trotz meinen Verpflichtungen möglich ist, diese Reisen anzutreten und somit Träume wahr werden zu lassen. So ist es auch absolut nicht selbstverständlich in einer Beziehung zu sein und dann trotzdem mal schnell für 2-3 Wochen allein in den Urlaub zu fahren. Ich habe einen solchen Partner, der Verständnis für meine Leidenschaft hat und mich dementsprechend unterstützt.

Gerade bin ich dabei die nächste Reise auszusuchen und ich bin selbst gespannt wohin mich der Weg führen wird.

Von nichts kommt nichts

Ich habe mich dazu entschieden, mich in meinem Jahr 2018 professionell unterstützen zu lassen. Ich habe mich also mit meinem zukünftigen Personal Coach getroffen, meine Ziele und Wünsche definiert und den Start mit 02.01.2018 fixiert.

Mein Ziel ist es mich wirklich beim Laufen und hinsichtlich Ausdauer zu verbessern und meinen Körper gesund und fit zu erhalten. Teils für mich, teils aber auch um genug Kraft und Energie körperlich aber auch mental zu besitzen um meiner Familie im kommenden Jahr eine Unterstützung sein zu können.

Ich glaube, man kann nur für andere eine Stütze sein, wenn man sich selbst stark fühlt.

So gestern war es also soweit: mein Trainingsplan für Woche 1 war freigeschaltet. Und als ich diesen gesehen habe, ist mir mal die Kauleiste runtergefallen. Da habe ich gemerkt, dass mein Ziel offenbar auch anständigen Einsatz abverlangt. Es waren also rund 400 Minuten Sport diese Woche am Programm …

Startgewicht per 02.01.2018 67kg, Körperfettanteil definitiv zu hoch mit knapp 25%.

Erstes Training war ein Intervalltraining mit dem Ergometer. Ich habe ja mein Ergometer vor kurzem verkauft und hab mich kurzerhand dem meines Vaters bedient … so ein Glumpert aber hilft ja nichts. Also 1 Stunde Intervalltraining absolviert. Danach Dehnungsübungen lt. Trainingsplan.

Ich hab mich gut gefühlt nach dem ersten Training, zwar verschwitzt aber nicht verausgabt. Das Training nach Pulsbereichen scheint mir also zumindest derzeit gut zu liegen.

Heut ist wieder Laufclub-Abend mit den Mädels vom Club 261. Diesen Abend habe ich in meinen Trainingsplan integrieren lassen, denn dieser muss weiterhin fixer Bestandteil meiner Woche bleiben.

Anschließend habe ich noch einige Kräftigungsübungen zu absolvieren laut Plan.

Fakt ist von nichts kommt nichts und langweilig wird mir 2018 sicher nicht.

Altstadtlauf Klagenfurt 2017

Letzten Donnerstag konnte ich meinen sportlichen Kampfgeist wieder mal unter Beweis stellen. Dabei durfte ich zugleich eine wichtige Lernerfahrung machen für meine zukünftige Laufkarriere: Vergiss nicht rechtzeitig vorher etwas zu essen! Zu Geschichte meiner Lernerfahrung ——–>

Bis Mittag war ich im Büro, vormittags hält sich meine Nahrungsaufnahme in Grenzen, da ich doch Kundenverkehr habe und somit nicht ununterbrochen essen kann da es in meinen Augen unhöflich wäre mit vollem Mund da zu sitzen. Anschließend ging es zu einem Sportfest meiner Firma wo ich schnell einen kleinen Salat mit Mozarella gegessen habe, da es viel zu warm war für mehr. Um halb 5 ging es dann nach Klagenfurt, wo ich nur mehr meine Flüssigkeitszufuhr an den zu erwartenden Verlust angepasst habe aber irgendwie auf Grund der Hitze es verabsäumt habe noch schnell eine Kleinigkeit zu essen. Dann ging es los! Mit einem Puls von über 100 stand ich im Startbereich, der Adrenalinspiegel ganz offensichtlich auf Turbo eingestellt. Ich reihte mich meiner zu erwartenden Geschwindigkeit ein. Binnen dem ersten Kilometer musste ich aber merken, dass ich unglaublich kraftlos war und es eher ein harter Kampf werden würde die 5 Kilometer überhaupt annähernd in einer brauchbaren Zeit zu absolvieren.

Wenn ich durch meine bisherigen Sportlichen Erlebnisse etwas gelernt habe, ist es, dass der Kampfgeist viel wieder gut machen kann, was der Körper glaubt nicht zu können. Also Zähne zusammenbeißen und so habe ich die 5 Kilometer in 34,46 Minuten hinter mich gebracht – nicht meine Bestleistung aber durchaus eine wertvolle Lernerfahrung und ein gutes Gefühl nicht einfach aufgehört zu haben, sondern aus Zitrone Saft gemacht zu haben 😉

hier noch ein paar Bilder

 

 

Laufen für den guten Zweck

Laufen soll Spaß machen und dafür sorgen, dass man abschalten kann … so ist zumindest meine Ansicht. Nichts desto trotz mache ich heuer bei einigen Läufen in der Region mit. Letztes Wochenende waren dies der Charity Lauf des LC Vitus in Verbindung mit dem Sonnenlauf am Samstag und am Sonntag der Wings for Life World Run. Die Teilnahme an diesen Läufen macht gleich doppelt Sinn, da man hier nicht nur für die eigene Freude läuft sondern auch für den guten Zweck 🙂



Ich werde wohl nie die schnellste Läuferin sein, aber ich verbessere mich langsam aber stetig und bin zufrieden mit meiner persönlichen Entwicklung.

Jeden Mittwoch treffen wir uns mit den Mädels vom Club261 zum Lauftraining, eine nette Runde ohne Leistungsdruck die aber trotzdem hilft sich in eigenem Leistungsspektrum zu verbessern. Neben dem klassischen Laufen machen wir auch Stabilisationsübungen oder lustige Spielchen und so wird das Training zu einem kurzweiligen Vergnügen.

https://club261.com/

Nächstes Wochenende nehme ich am Kirschblütenlauf in Krumpendorf teil. Wenn ich die Zeiten vom letzten Jahr so sehe, werde ich wohl unter den letzten sein, die ins Ziel laufen 🙂 Nichts desto trotz freue ich mich dabei zu sein und meinen Anteil für die Kinderkrebshilfe zu leisten

http://www.kirschbluetenlauf.at/

Mein sportliches Ziel ist es in einem für mich guten Tempo nächstes Jahr wieder einen Halbmarathon zu absolvieren und dabei auch Spaß zu haben 🙂
Hier die letzte Woche in Laufkilometer 😬


 

Lauftraining

Ich habe vor langer Zeit schon mal einen Halbmarathon absolviert, aber fragt nicht wie 🙂

2 Monate zuvor habe ich beschlossen, ich fange jetzt mit dem Laufen an und hab mich weil 21 Kilometer ja ganz kurz klingen gleich mal für Wien angemeldet.

In meinem Training habe ich damals maximal 5 km absolviert, weil ich länger nicht durchgehalten habe. Aber: Ich bin ins Ziel gekommen, langsam, mit Beinen die aus einem einzigen Krampf, beim Zieleinlauf der Sanitäter, der mir helfen wollte, weil ich wohl so kaputt ausgesehen habe,  mit der Straßenkehrmaschine im Rücken,…. aber egal ich bin ins Ziel gekommen

Ein halbes Jahr später mein zweiter Halbmarathon, schon viel besser aber sicher noch nicht unter die Definition gutes Laufen einzureihen, aber immerhin 30 Minuten schneller als bei meinem ersten Kampf.

Darauf nur zwei 5km Läufe und eine lange Laufpause. Nun habe ich nach meiner Abnahme wieder das Laufen schön langsam begonnen. Anfangs war ich nach einem Kilometer richtig kaputt, inzwischen bin ich bei 7 km Dauerlauf gelandet ohne wirklich am Ende du sein danach, dh die Laufsaison 2017 kann kommen 🙂

Am Plan steht heuer ein Charitylauf übernächstes Wochenende in St. Veit, der Kirschblütenlauf, der Klagenfurter Altstadtlauf, bei Kärnten Läuft der Frauenlauf und der Viertelmarathon und im Herbst vielleicht ein Halbmarathon, mal schauen ob ich bis Herbst gut eine lange Distanz laufen kann.

Letztes Jahr nach dem Frauenlauf mit 10 kg mehr auf den Rippen:

Aktueller Stand an einem guten Tag:

Buchung erfolgt – Marokko ich komme :-)

So Urlaub ist dank meiner lieben Chefitäten und meiner Kollegen genehmigt und das Abenteuer kann tatsächlich im Herbst starten!

Nun zu den Details:

Meine Reise begehe ich wieder mit Hauser Exkursionen mit denen ich bereits in Nepal gute Erfahrungen gemacht habe.

Das Ziel ist wie bereits erwähnt Marokko.

Im Detail beschreibt Hauser Exkursionen die Reise wie folgt:

Viertausender Marokkos

Anspruchsvolle Durchquerung des Hohen Atlas auf wenig begangener Route

Bergsteigen Marokko | Afrika & Orient

  • 11-tägiges Trekking im Hohen Atlas (ca. 5 – 9 Std. täglich)
  • Mögliche 4.000er: Jebel Iferouane, Timesguida n´Ouanakrim, Toubkal
  • Schöne Route: Höhenwege, Täler, Berber-Dörfer und Gebirgssee Lac d´Ifni
  • Begegnung in den Bergdörfern – zu Gast im Land der Berber
  • Exotisches Marrakech – orientalische Eindrücke pur
  • Verlängerungsmöglichkeit in Marrakech und Essaouira am Atlantik

Drei 4.000er – für Gipfelsammler! Sie können, müssen aber nicht. Denn schon die Trekkingroute allein bietet Landschaftsgenießern eine lohnende Durchquerung des Hohen Atlas. Sie wandern auf wenig begangenen Pfaden durch terracottafarbene Berberdörfer und begegnen Nomaden auf den Hochweiden. Der erste 4.000er taucht auf, der einsame Jebel Iferouane (4.001 m). Wie ein smaragdfarbenes Juwel ruht der Ifni-See inmitten wilder Gebirgskulisse. Bis Sie den Toubkal-Nationalpark erreichen, sind Sie bereits gut akklimatisiert! Nun können Sie den Toubkal (4.167 m), sowie den aussichtsreichen 4.000er Timesguida n´Ouanakrim (4.088 m) besteigen. Zwischen Gipfel und Alternativroute können Sie jeweils kurzfristig wählen. Genießen Sie nach einem ausgefüllten Wandertag schöne Lagerplätze und die Künste des Trekkingkochs. Wandern in Marokko bedeutet Erlebnis für die Sinne. Eindrucksvoll ist auch der Abschluss der Reise. In Marrakech besichtigen Sie die verwinkelte Altstadt und erleben den letzten Abend bei marokkanischer . Küche in einem ehemaligen Palast.

Für mehr Information:

https://www.hauser-exkursionen.de/reisedetails/reise/viertausender-marokkos-2017/

Bis zum Herbst heißt es also Fitness aufbauen und Training damit ich dem gewachsen bin. OMG ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue!!

Am Bild seht ihr den Djebel Toubkal, einer der Berge auf die ich im Zuge dieser Reise heuer noch gehen darf!