Wörthersee EXTREM

Nun einige Tage nach diesem Event bin ich in der Lage dieses Erlebnis in Worte zu fassen. Ich habe ja schon viele Sachen gemacht in meinem Leben, bin auf hohe Berge gestiegen, habe den Jakobsweg allein bestritten, …. aber das meine lieben Leser war eine richtige Challenge! Aber nun von Anfang an ….

Gegen 22 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Startpunkt. In der Ausschreibung war eine Empfehlung und eine Liste mit vorgeschriebenem Equipment sowie die umliegenden Parkmöglichkeiten im Start/Ziel Bereich. Die Ausschreibung war somit absolut wertvoll und nützlich. Ich dachte mir beim Einpacken schon, irgendwie ist das schon viel Zeugs, dass ich da mitnehme und eine liebe Bekannte vom Club 261 welche schon viele solche Abenteuer hinter sich gebracht hat, bestätigte dies mit einem WOW als Kommentar zum Foto mit dem Rucksackinhalt, welches ich ihr im Vorfeld zukommen lies. Da ich aber nicht wusste was ich weglassen hätte können, ging es genau mit diesem WOW-Inhalt auf den Weg.

Dort am Start angekommen, traf ich gleich auf Stefan, einem ganz netten jungen Rot Kreuz Kollegen mit vollster Motivation beladen, der wohl am liebsten laufend gestartet wäre. Kurz nach Mitternach viel der Startschuss und so machten sich 230 Starter auf den Weg rund um den Wörthersee. Gleich nach dem Start trafen Stefan und ich auf Sigi, einem sehr sportlichen Mitfünfziger, mit dem sich am Weg ganz interessante Gespräche entwickelten.

Ob es nun unsere Gespräche waren oder auch der Hinweis mit folgt den weiß-blauen Schildern, die man auch falsch verstehen konnte, weil es auch WSUT in blau weiß beschrieben gab, wir kamen also in einer größeren Gruppe kurz nach der ersten Labestation vom eigentlichen Weg ab und besuchten so den Pyramidenkogel und Keutschach extra.

Zuerst ganz vorn wunderten wir uns, dass wir dann an der zweiten Labestation plötzlich die letzten waren. 6km extra kosteteten dann doch nicht wenig Zeit und Energie. Egal davon liesen wir uns nicht aufhalten und weiter ging es zur nächsten Labe in der Villa Lido.

Die Labestationen waren perfekt im Angebot, es war für jeden sicherlich etwas passendes dabei und auch als letzt eintreffende gab es noch reichlich Angebot! Ein großes Lob hier an den Veranstalter.

Nach einer wärmenden Suppe ging es dann auch gleich weiter zurück auf der anderen Seite vom Wörthersee. Inzwischen hatten wir wieder einige eingeholt und waren wieder mittendrin im Geschehen.

Der Rucksack wurde schwerer, die Beinchen müder und man selbst hätte wohl auch ab einer gewissen Distanz auch ganz einfach im Stehen einschlafen können, insbesondere weil der gewohnte Schlaf von der Nacht fehlte.

Gegen die müden Beinchen war ein Kraut gewachsen, denn es gab bei jeder Labestation, bei der zumindest wir einkehrten, die Möglichkeit die Beinchen massieren zu lassen mit den unterschiedlichsten Ölen für jedes Wehwehchen.

Auf der hohen Gloriette wurde mir der Abstieg, das Eis und die steigende Unaufmerksamkeit dann doch zum Verhängnis. Das Knie bei einem kleinen steileren Stück verdreht. Von da an ging es 20 Kilometer mit regelmäßigen Stichen auf der Hinterseite des Knies Richtung Ziel.

Gemeinsam ist alles leichter ist definitv der Satz dieses Events, denn Sigi war eine dermaßen mentale Stütze auf diesem Weg, dass an ein Aufgeben nicht zu denken war und so kamen wir nach etwas über 14 Stunden endlich ins Ziel – müde aber glücklich und vorallem stolz es geschafft zu haben. Von 230 schafften es 190 ins Ziel und wir wir trotz der ungeplanten Verlängerung 3 der 190 glücklichen Finisher!

wer nach meiner Beschreibung jetzt Lust bekommen hat bei so einem Event dabei zu sein und vielleicht auch mal gemeinsam dabei sein möchte findet alle Details hier:

Wandern am Wörthersee

man sieht sich 😉

 

Mein erstes Schwimmtrainingslager

Hätte mich vor zwei,drei Jahren jemand gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in ein Schwimmtrainingslager zu fahren, hätte ich wohl gelacht. Ich hätte gefragt wofür und hätte mir nie vorstellen können, wie genial aber auch anstrengend schwimmen sein kann.

Es ging also Freitags vormittags auf die Reise nach Lignano Italien mit dem Triathlonverein 3athlon, bei dem ich inzwischen einige liebe Menschen kennen- und schätzengelernt habe. Mit einer kurzen Pause auf einer italienischen Raststätte ging es direkt zum ersten Training. Das Training fand im Olympiastadion von Lignano statt. 2 Einheiten zu je ca 1 1/2 Stunden pro Tag erwarteten uns.

Hier der Link zum Schwimmbad: Olympia Stadion

Unser Trainer Mario teilte mich auf der leichtesten Bahn ein und ich war sehr froh darüber, denn ich wollte mich verbessern und hatte aber definitiv noch nichts bei den starken Schwimmern zu suchen. Schließlich habe ich erst im April meine ersten Kraulversuche gemacht und bin gerade mal in einem Stadium dass ich inzwischen nicht die Angst habe zu ersticken oder zu ertrinken 😉 naja ok so schlimm ist es dann doch auch nicht mehr, aber ich habe definitiv noch viel Potential nach oben und habe noch viel an meiner Technik zu feilen.

Nach der ersten Einheit ging es ins Hotel. Ein kleines nettes Hotel mit einer kleinen Bar, einen ansprechendem Frühstücksbuffet und zwei Mittagsnudelvarianten und Salat für zwischen den Trainings.

Hier der Link zum Hotel: Hotel Bologna

Wir haben viel Technikübungen gemacht und auch solche Herausforderungen wie mit den Armen kraulen und den Beinen Brustbeinschlag und umgekehrt gemeistert, wir haben etliche Kilometer im Wasser hinter uns gebracht und ich bin noch nie so viel in meinem Leben geschwommen. Am letzten Tag durfte ich auch meine ersten Versuche mit der Rollwende wagen und stellte mich dabei angelbich auch gar nicht so schlecht an. Bei der letzten Einheit wollte dann meine Schulter partou nicht mehr die Hand nach vorne bringen, zumindest links nicht. Ein Zeichen dass es genug war für das erste Schwimmtrainingslager.

Ich habe dank unseres Trainers viel Input erhalten und konnte viel dazulernen und insbesondere meine Armtechnik beim Kraulen verbessern. Ich hatte viel Spaß und das Schönste war wohl, dass ich dieses schöne Abenteuer gemeinsam mit meiner besseren Hälfte erleben durfte und abends erschöpft aber zufrieden an seiner Seite einschlafen konnte. Für ihn wären meine Einheiten wohl ein Klacks gewesen und trotzdem gab er mir das Gefühl stolz auf mich zu sein.

Fakt ist, es gibt im März eine Wiederholung und ich freue mich schon jetzt drauf!

Danke nochmals an Mario Kapler für die Organisation und das tolle Training!

Der Trainer

Adventzeit – Erinnerungen und Reflexion

Dass ich ein richtiger Weihnachtsjunkie bin, ist meinen stetigen Lesern ja keine Neuigkeit. Ich liebe diese Zeit, weil selbst die Menschen, die das ganze Jahr über egoistisch sind, plötzlich versuchen an sich zu arbeiten, weil die Menschen sich mehr Zeit für die Familie nehmen, weil alles so festlich geschmückt ist und zum Träumen einlädt,…

Es gab zwei Jahre in meinem Leben, in denen mir die Weihnachtszeit schwer gefallen ist. Das erste Weihnachten nach dem Tod von Thommy war das erste Weihnachten in meinem Leben, welches ich nicht genießen konnte. Es hat weh getan, das Weihnachten ohne ihn zu verbringen. Meine Eltern haben damals alles versucht, mir die Portion Weihnachtszauber zu schenken, aber zu dem Zeitpunkt hätte mich wohl nichts trösten können. Als ich abends nach der Bescherung in mein Bett verschwand, schlief ich unter Tränen ein und und ich kann mich noch an den Traum erinnern als wäre es gestern gewesen, den ich damals hatte. Thommy erschien in dem Traum, umarmte mich und sagte mit sanfter Stimme zu mir: Es wird alles wieder gut. Ich weiß noch als ich aufgewacht bin, fühlte ich noch immer diese Umarmung, als wäre sie real gewesen. So blöd es vielleicht klingen mag, aber das gab mir Hoffnung.

Als ich 2015 auf dem Jakobsweg war habe ich dann auf einer Wand geschrieben gesehen: Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende. Diese Gedanken begleiten mich seither und haben mich verändert.

Letztes Jahr war das zweite Jahr in dem Weihnachten von einem dunklen Schatten umwoben war. Die Krebsdiagnose meiner Mutter im November, die Operation und die bevorstehende Chemotherapie führten zu einer Form der Angst und Hilfslosigkeit, die ich bis dato nicht kannte. Für sie als Betroffene aber auch für uns als Angehörige war Weihnachten und die damit verbundenen Bräuche in dem Moment nicht wirklich relevant. Wir haben zwar Weihnachten gefeiert aber als ich die wunderschöne Kette mit dem Engelsrufer in Händen hielt, hatte ich Tränen in den Augen und hoffte inständig, dass die Engel uns in dieser Zeit helfen. Es waren harte Monate, viele Momente der Frustration, der Angst aber auch der Erkenntniss welche Menschen zu einem stehen und welche Menschen nicht damit umgehen können.

Heuer freue ich mich sehr auf Weihnachten. Aktuell dürfen wir bei meiner Mum weiter durchatmen. Wir haben gelernt das hier und jetzt zu genießen und uns von Kontrolle zu Kontrolle zu hanteln und dankbar zu sein. Außerdem hat mir das Leben einen wunderbaren Menschen geschenkt mit dem ich das Fest heuer feiern darf. Ein Mensch mit viel Herz, Dankbarkeit und Spiritualität, der es geschafft hat mich so zu begeistern wie es einst Thommy getan hat. Das ist wohl heuer mein größtes Weihnachtsgeschenk.

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit und all jenen, die heuer mit solchen oder anderen Schicksalsschlägen zu kämpfen haben, möge meine Geschichte Hoffnung sein, dass am Ende alles wieder gut wird.

Alles Liebe eure Verena

Veränderung – Blick hinter die Fassade

Bald jährt sich die Krebsdiagnose meiner Mutter zum ersten Mal … diese Zeit hat mich sehr verändert, zum Leidwesen mancher Menschen aber zu meiner eigenen Zufriedenheit zuliebe.

Einen Hang zum Buddhismus und zur Spiritualität habe ich bereits seit meiner Nepal Reise, diese Spiritualität habe ich am Jakobsweg nochmals ganz intensiv ausleben und erleben können. Durch ein erstes Seminar bei Karl Edy habe ich gelernt, dass der Schlüssel zum Glück und zur Zufriedenheit ich selbst bin. Versteht mich nicht falsch, jede Religion hat für sich seine guten Seiten, doch keine Religion ist gut wenn man sie extremisiert. Ich beschäftige mich nun also immer intensiver mit dem Buddhismus, mit den Lehren von Krishna und mit dem Weg zum Yogi und fühle mich mehr denn je stark und im Hier und Jetzt. Ich habe gelernt, dass die Furcht vor dem Unbekannten keinen Sinn macht und nur Energie raubt und ich habe gelernt, dass Zorn einen nur selbst bremst und wie von einem Spiegel reflektiert wird.

Nun im letzten Jahr war ich zuerst wie von einem Stein erschlagen, habe viel geweint, habe große Zukunftsängste durchstanden, habe über Vergänglichkeit nachgedacht und hab mich gefragt wieso passiert meiner Mum und somit uns das .. die Frage war die falsche … irgendwann habe ich gemerkt, dass ich an mir selbst arbeiten muss um meiner Mum die Stütze sein zu können um diese Zeit gut zu überstehen … ich habe gemerkt, dass diese Stärke mir der Sport gibt, denn er machte mich nicht nur körperlich (behandle die Hülle gut in der du eine Zeit wohnst) sondern auch mental stärker denn je.

Ich habe mich schon immer gern bewegt, aber für Außenstehende hat es wohl den Anschein von Sucht nach Sport gemacht, insbesondere, da sich auch mein Körper in dieser Zeit sehr verändert hat. Geben, so habe ich aber gelernt, kann man nur, wenn man selbst die notwendige Stärke und Standhaftigkeit für die Situation hat. Es gibt kein Rezept, dass für jeden passt, aber ich habe schon in meinem ersten großen Lebenseinschnitt, dem Tod von Thomas, gemerkt, dass für mich das die richtige Wahl ist.  Damals schien die Welt sich gegen mich verschworen zu haben und ich habe mir geschworen nie mehr so viel Gefühl zuzulassen. Die Angst jemanden wieder zu verlieren, den man so geliebt hat, war zu groß.

Was hat sich verändert in meinem Denken und meinem Fühlen. Ich glaube an die Unvergänglichkeit der Seelen und finde in diesem Glauben den nötigen Halt in Schicksalsschlägen. Sport ist und bleibt meine Energiequelle. Ich habe gelernt, dass ich mein Herz wieder öffnen kann und nicht die Starke sein muss nach außen. Dass es ok ist auch Schwäche zu zeigen und um Hilfe zu bitten.  Und zu guter Letzt habe ich gelernt, dass ich daran glauben darf, dass es für mich eine zweite große Liebe mit allem drum und dran geben darf, aber es an mir liegt es zuzulassen.

Ich schreibe seit einem Monat ca ein Glückstagebuch, jeden Tag etwas was mich glücklich gemacht hat, und ich muss euch ehrlich sagen, es gibt momentan wirklich viel was mich glücklich macht, wofür ich dankbar sein darf und was mir Freudentränen in die Augen zaubert, wenn ich daran denke.  Man könnte sagen: Ich bin angekommen!

Danke an all jene, die mit mir diesen Weg gegangen sind und mich so annehmen wie ich bin. Das ist ein sehr großes Geschenk!

Danke aber auch an all jene, die im letzten Jahr einen anderen Weg gegangen sind und ich wünsche euch, dass ihr euer persönliches Glück und eure Erfüllung findet.

 

Seminar „Innere Fesseln sprengen“

Als ich vor ca. einem Jahr das erste Mal ein Seminar bei Karl Edy (Link zur Homepage). Insofern war ich mir bereits bevor ich mich auf den Weg zum Mondsee gemacht habe, bewusst, dass es ein intensives Wochenende werden würde, in dem viele Emotionen zu Tage treten werden, die sonst unter dem kontrollierten Leben eher verborgen bleiben.

Ich machte mich also am Freitag auf den Weg zu meinem Quartier, welches hoch erhoben einen einzigartigen Blick auf den Mondsee gewährte und für den Mondsee ansich wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hatte und meiner Meinung nach sogar richtig günstig war, für was man geboten bekam.

http://www.gesundheitshof-lohninger.at/

Dort eingecheckt wollte ich natürlich gleich das Örtchen und den See erkunden. Ich begab mich also gleich ins kühle Nass und lief ein kleines Stück entlang des Mondsees … ich lief jedoch mit bewusst offenen Augen um meine Umgebung intensiv wahrnehmen zu können und somit den Aufenthalt richtig genußvoll zu starten. Liebevolle kleine Details entlang der Strecke ließen den Lauf zu einem entspannten Erlebnis werden.

Nach einer ruhigen Nacht in der man maximal mal eine Kuh muhen hörte, ging es am nächsten Tag wieder in den Ort um zu Frühstücken. Das erste Frühstück konsumierte ich in der Konditorei Ebner. Ein Vitalfrühstück welches für 2 Personen gereicht hätte, so reichlich war dieses und auch ausgezeichnet im Geschmack.

Ich ging noch kurz auf den Bauernmarkt und fand beim Schlendern durch den Ort einen Schlüssel mit blauen Anhänger, den ich dann bei der Basilika abgegeben habe (falls jemand diesen suchen sollte 😉 )

Nun zum Seminar ansich. Es war eine besondere Freude Karl nach langer Zeit wieder zu treffen. Er war mir, wenn auch nur in digitaler Kommunikation, eine Stütze während des letzten Jahres. Ich wusste für mich, dass ich mich auf neue Experimente ganz und gar einlassen müsste, um den maximalen Lerneffekt und Benefit aus diesem Seminar zu ziehen.

Neben Meditiation mit Neuromusik, in der wir unter anderem angeleitet wurden, uns mit unseren Eltern auszusöhnen, ihnen zu danken aber auch zu sagen, was uns nicht gefallen hat und sie aus der Rolle des Elternteils zu entbinden, haben wir auch einige Übungen zur Selbstreflexion gemacht und auch Werkzeuge mitbekommen um zuhause an uns weiter zu arbeiten.

Eine besonders intensive Erfahrung für mich persönlich war das holotrope bzw. transzendente Atmen. Man beginnt bei langsamer Musik bewusst tief einzuatmen und auszuatmen, in dem vom Körper natürlich vorgegebenen Rhythmus. Bei steigender Geschwindigkeit der Musik, wird der Rhythmus der Atmung schneller und die natürliche Atempause nach dem Ausatmen verschwindet. Irgendwann so sehe ich es als ausgebildete Sanitäterin gelangt man in Symptomatiken von einer Hyperventilation wie zum Beispiel Parästhesien, als „Ameisenlaufen“ empfunden, begleitet von Verkrampfungen der Hände („Pfötchenstellung“), man verliert die Kontrolle über den Körper und plötzlich passieren die unterschiedlichsten Dinge, manch einer beginnt hemmungslos zu weinen, weil alle Emotionen sich den Weg frei gemacht haben, manch einer hat außerkörperliche Erfahrungen, manch einer scheint liegend zu tanzen, … bis man plötzlich nicht mehr atmet und dass für eine gefühlte Ewigkeit.

Eine Person befindet sich in dieser Ausnahmesituation, eine zweite Person fungiert als Betreuerin um im Notfall die Person wieder zu beruhigen oder zur korrekten Atmung anzuleiten. Wir durften an diesem Wochenende beide Positionen kennenlernen und ich muss gestehen, die Beobachtung dieser Situation lässt definitiv die Sanitäterin in mir wach werden. So habe ich mich erwischt zu schauen ob die Person zyanotisch wird, aber es war alles gut und eine wahnsinnige Erfahrung für alle Beteiligten.

Ich nehme sehr viel mit von diesem Seminar. Gestern als ich nachhause gefahren bin, haben eigentlich Beisätze des Seminars noch sehr in mir gearbeitet und plötzlich hatte ich einen Moment der Erkenntnis. Ich habe plötzlich Verstanden warum mein Opa vor seinem Tod so war, wie er war. Ich habe mich damals gewundert, wieso er plötzlich seine Ehe mit meiner Großmutter schönredet, von der er sich scheiden lies …. nun weiß ich dass es seine Version war mit der Vergangenheit Frieden zu schließen um dann gehen zu können und keine offenen Belange zurückzulassen.

Ich werde mich nun an meine Schreibübung 30 Tage 30 mal mein neuer Glaubenssatz wagen um an einer meiner Charakterschwächen zu arbeiten und bin gespannt ob ich damit Veränderung in mir und in meiner Umwelt bewirken kann.

Es gibt einen schönen Spruch dazu: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst!

In diesem Sinne lasst uns alle an uns selbst arbeiten bevor wir es an anderen tun wollen.

Eure Verena

Der erste Triathlon

Was für ein Tag und welche Emotionen … es fällt mir nicht leicht die richtigen Worte dafür zu finden, auch wenn ich mir eigentlich sehr leicht tu meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen…

Aber ja beginnen wir am frühen Morgen: Ich wurde schon nervös munter … mein Ruhepuls war rund 20 Schläge höher als sonst und ich hatte nicht wirklich gut geschlafen. Wie üblich habe ich meinen Vitalmonitor angelegt um den körperlichen Istzustand zu überprüfen … ein katastrophales Messergebnis durfte mich wohl in diesem Zustand nicht überraschen … naja es ist Wettkampftag … ignorieren und Gas geben war die Devise.

Meine Freundin Nathalie, mit der ich plane gemeinsam den Ironman zu machen, hat mich zuhause abgeholt und wir fuhren gemeinsam zum Event-Ort. Gemeinsam zur Startnummernausgabe, wo mir ein reich gefülltes Startersackerl übergeben wurde (Hier ein absolutes Lob an die Organisation und danke für die tollen Goodies an die Veranstalter vom Kraiger See Triathlon). Ab in die Wechselzone zum Bike Check in … einiges durfte ich last Minute noch vorher lernen, worauf ich zu achten hatte, auf den Rest hatte Nathalie ein wachsames Auge und gab mir Anweisungen zur perfekten Positionierung meiner Sachen neben dem Bike. (Danke an dieser Stelle für deinen tollen Support an dem für mich wirklich sehr bedeutenden Tag)

Als dies erledigt war, war mein Puls auf rund 110 Schläge pro Minute angestiegen, denn eigentlich sollte es jetzt bald los gehen. Bei der Rennbesprechung gab es die letzten Anweisungen welche Gebote und Verbote zu beachten waren und wo welche Gefahrenzonen lauern könnten. Hm als Neuling sind diese ganzen Regeln sehr fremd aber im Nachhinein gesehen auch sehr wichtig.

Ab ging es an den Start. Auf Grund eines medizinischen Notfalls musste der Start um eine Stunde verschoben werden.

Mein Blick schweifte über das Wasser und ich hatte richtigen Respekt vor dieser Distanz, war ich doch bis dato längstens 50 Meter durchgeschwommen und dann immer eine kurze Unterbrechung und hatte auch immer Bahnen an denen ich mich orientieren konnte. Das war nun alles anders … open water und 300 Meter durch. Das klingt so wenig aber in dem St. Veiter Hallenbad sind das dann doch 12 Längen. Ok es gab einfach kein zurück mehr. Wir positionierten uns im Wasser auf einer fiktiven Linie und dann kam der Countdown … noch ein letzter tiefer Atemzug auf 2 und dann ging es los … ich versuchte mein Glück mit dem Kraulen, aber leider fehlte es mir hier an der Orientierung oder ich lies mich zu sehr von einer Person neben mir irritieren (so die Analyse von einem Video durch einen sehr erfahrenen Schwimmer und Schwimmlehrer). Ich wechselte also in das Brustschwimmen und konnte mein Tempo erstaunlicherweise sogar beibehalten. Meine Befürchtung ganz allein hinten zu schwimmen und als letzte das Wasser zu verlassen sollte sich also nicht bewahrheiten. Nach 7 Minuten und 1 Sekunde hatte ich das Wasser verlassen und lief in gemäßigtem Tempo zur Wechselzone, denn mein Puls war inzwischen auf 155 angestiegen.

In der Wechselzone angekommen ging der Wechsel gefühlt unproblematisch vor sich und ich konnte rasch mein Rad auf die Strecke bewegen. Ich spürte die Leere in meinen Beinen, denn ich war bis dato noch nie nach einer Schwimmeinheit Rad gefahren. Aber schon bald erwartete mich auf der Strecke die berühmt berüchtigte Bergwertung, die ich im Vorfeld schon einmal gefahren war. Damals hatte ich für die Strecke um einiges weniger lang benötigt, aber die Steigung machte mir nach dem Schwimmen doch ganz schön zu schaffen. Aufgeben war jedoch keine Option! Oben angekommen atmete ich tief durch und lies einen kleinen Freudenschrei los und dann ging es ab die Post wieder runter und gerade aus zur Wechselzone.  Die Schuhe am Rad auszuziehen hat für den ersten Triathlon ganz gut geklappt aber ich hätte etwas später vom Rad absteigen können.

Socken ja oder nein, war ein Thema in dem es wohl viel zu diskutieren gab, ich entschied mich für Socken, weil ich glaubte, dass diese paar Sekunden nicht mehr viel an meiner Zeit ändern würden. Ich lief also los und schwups, die nächste Steigung. Irgendwie hatte ich diese Steigung nicht so gemein in Erinnerung, aber auch hier gab es kein Aufgeben. Ich hatte mir keine Zielzeit gesetzt und daher war es nicht schlimm, dass ich auch mal gehen musste bei der Steigung. In der Geraden und Bergab funktionierten die Beinchen wieder brav und brachten mich unter lauthalsem Anfeuern von Nathalie und Claudia ins Ziel.

Kennt ihr dieses Gefühl einen Sieg über euch selbst zu haben? Das Gefühl selbst gesteckte Grenzen plötzlich gesprengt zu haben?  Ich fühlte mich so unsagbar stark in diesem Moment! Vor einem halben Jahr hätte ich mir nie gedacht, dass ich das so schaffen würde, aber es hat funktioniert und um ehrlich zu sein war ich so stolz und happy darüber, dass ich sogar Freudentränen nicht mehr ganz zurückhalten konnte.

In diesem Sinne kann ich euch sagen, dass dieser erste Triathlon nicht der letzte war und dass ich mit Freude weitermachen werde!

Bleibt gesund und habt Spaß ihr Lieben! Euer Vrenchen

Schwimmkurs am Faaker See

Wie ich euch bereits vor ein paar Tagen erzählt habe, habe ich mich für einen Schwimmkurs am Faaker See angemeldet.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich natürlich irrsinnig gespannt war, wie die Gruppe und der Trainer so sein werden und ich erst mal dieses Bundesportzentrum finden musste.

Ich war natürlich wie üblich viel zu früh am Kursort, was mir die Gelegenheit gab, das wunderschöne Ambiente dort zu genießen und der schon fortgeschrittenen Gruppe vorher zuzusehen. Ich hoffe, dass ich auch bald so gut schwimmen kann 🙂

Dann kamen die ersten anderen Kursteilnehmer, die erste Einheit hatte ich ja leider versäumt und somit kannte ich noch keinen der anderen. Ich merkte jedoch schnell, dass ich in einer humorvollen Runde gelandet war und fühlte mich schnell wohl.

Die Übungen, die uns Klausi zeigte waren sicher noch nicht in Perfektion aber immerhin ohne ertrinken machbar, so dass sich auch das Training richtig gut anfühlte um nicht zu sagen, dass es sogar richtig Spaß gemacht hat. Ein neues Gefühl für mich, bei Kraulversuchen Spaß zu haben.

Ich habe sicherlich noch viel an meiner Technik und Ausführung zu arbeiten, aber immerhin gelang es schon in der für mich 2. Einheit gestern eine 50m lange Bahn zu kraulen ohne dabei den halben See leer zu trinken und sogar ausreichend Luft zu bekommen. Ein wesentlicher Fortschritt in kürzester Zeit. Ich bin gespannt, wie es bis zum Ende des Kurses sein wird. Ich werde euch berichten.

Erste Tour als Wanderführerin

Wie viele von euch wissen, habe ich heuer eine Ausbildung zur Wanderführerin für die Naturfreunde machen dürfen. Bestehende Wanderführer der Ortsgruppe sahen offensichtlich das Potential in mir, diese Aufgabe übernehmen zu können und boten mir an für die Naturfreunde solch eine Funktion zu erlernen und übernehmen zu dürfen.

Lange habe ich dankend abgelehnt, da ich auf Grund meines knappen Zeitbudgets eine zusätzliche Aufgabe nicht übernehmen wollte. Nach wiederholtem Fragen und Anbieten sagte ich dann doch zu und ich muss sagen, ich bereue es nicht.

Die Ausbildung fand in Spital am Phyn statt im Naturfreundehaus. Es war eine sehr kurzweilige, intensive und interessante Ausbildung, die mir hier zuteil wurde.

Nun ging es also am Sonntag nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung auf meine erste Tour für die Naturfreunde St. Veit an der Glan.

Da ich mir bewusst eine Tour ausgesucht habe, die ich bis dato nicht kannte, bin ich diese zuerst bewaffnet mit analoger und digitaler Karte begangen um gut vorbereitet zu sein für meine erste Gruppe.

Um 7 Uhr trafen wir uns beim Naturfreundebüro in St. Veit, zuerst das administrative erledigt und dann ging es los zur Tonnerhütte, die Ausgangspunkt für unsere Wanderung war.

Durch die Nutzung sozialer Netzwerke konnte ich auch neue potentielle Mitglieder motivieren bei meinem Debüt dabei zu sein.

Ich hatte rund 5 Stunden inkl Pausen für die Tour berechnet. Dieser Plan ging gänzlich auf. Ich hatte das Glück eine sehr homogene Gruppe führen zu dürfen in der alle gut mithalten konnten und alle den Gipfel gemeinsam erreichen konnten.

Es war ein besonderer Moment für mich, die erste Tour zu führen und dass mir diese Personen ihr Vertrauen schenkten. Ich freue mich auf weitere Touren und auch auf Fortbildungen um mein Wissen in diesem Bereich zu erweitern.

Dank meinem Teilnehmer Roman darf ich euch hier wunderbare Bilder der Wanderung präsentieren! Vielen Dank für die Aufnahmen und die Erlaubnis diese zu Veröffentlichen, auch an die Teilnehmer!

 

Sommerschwimmkurs

Soziale Netzwerke sind auch oft gut um neue Optionen zu finden. Eine meiner Followerinnen auf Facebook befindet sich auch auf dem direkten Weg zum Ironman nur dass sie bereits ein Jahr früher den Start wagt. Als ich in Strava ihre Schwimmzeit sah, musste ich Ihr zu dieser Leistung einfach gratulieren. Wir begangen also ein wenig hin und her zu schreiben über das für mich leidige Thema Schwimmtechnik und dass mein Kurs leider erst im Herbst starten würde.

Sie teilte mir mit, es gäbe auch im Sommer ein Angebot Ihres Schwimmlehrers, der einen Kurs am Faaker See abhalten würde. Auf Grund Ihrer Schwimmzeiten bin ich mal davon ausgegangen, dass dieser Schwimmlehrer nicht so schlecht sein kann 😉 Kurzer hand habe ich also Kontakt mit ihm aufgenommen und bin ab Morgen zwei mal die Woche beim Schwimmkurs 🙂 Ich freue mich drauf mich zu verbessern!

Details zum Kurs:

10 Einheiten je 60 Minuten je Di und DO
keine Vorkenntnisse notwendig
70 % Hauptlage: Kraul
30 % Nebenlagen: Brust & Rücken
richtiges Kraulschwimmen + Grundzüge im Brust- & Rückenschwimmen

hier gehts zum Kurs

Mal schaun ob Klaus auch mich flott bekommt 😉

im Herbst geht es dann in Klagenfurt weiter, aber so bin ich dann schon gut vorbereitet und kann dann bald hoffentlich beim normalen Bahnentraining mitschwimmen mit den anderen Vereinskollegen und Kolleginnen.

 

 

Nathi and Vrenchen goes Ironman 2021

Die besten und genialsten Geschichten im Leben beginnen nicht mit dem Satz: Lass uns einen Salat gemeinsam essen. Sie beginnen mit dem Satz: Halt einmal mein Bier.

Haltet uns ruhig für verrückt aber meine Kollegin und gleichzeitig inzwischen lieb gewonnene Freundin Nathi und ich haben am 01.07.2018 beschlossen im Jahr 2021 den Ironman in Klagenfurt anzutreten.

Nathi ist mir vom sportlichen gesehen vorraus, das heißt ich habe einiges aufzuholen, aber unser Trainer glaubt an uns und daran, dass wir das schaffen und das wichtigste ist, wir selbst glauben an uns.

Was wird in den nächsten 3 Jahren wichtig sein: Geduld mit uns von uns selbst aber auch von den Menschen in unserer Umgebung, denn wir werden hart an uns arbeiten und unser Ziel nicht aus die Augen verlieren. Wir werden sicherlich den ein oder anderen Rückschlag erleben. Wir werden an uns zweifeln, uns gegenseitig wieder hochpushen, wir werden all unsere Ressourcen nutzen um die nötige mentale Stärke für den Wettkampf aufzubringen, …

Wir werden alleine trainieren, gemeinsam trainieren, mit anderen trainieren, die nötigen Ruhephasen einhalten und vorallem unseren Trainer vertrauen um die besten Fortschritte zu machen.

Ich freue mich auf die gemeinsame Herausforderung und hoffe auf viel Unterstützung durch euch meine lieben Leser!

Ironman wir kommen!

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