Der erste Triathlon

Was für ein Tag und welche Emotionen … es fällt mir nicht leicht die richtigen Worte dafür zu finden, auch wenn ich mir eigentlich sehr leicht tu meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen…

Aber ja beginnen wir am frühen Morgen: Ich wurde schon nervös munter … mein Ruhepuls war rund 20 Schläge höher als sonst und ich hatte nicht wirklich gut geschlafen. Wie üblich habe ich meinen Vitalmonitor angelegt um den körperlichen Istzustand zu überprüfen … ein katastrophales Messergebnis durfte mich wohl in diesem Zustand nicht überraschen … naja es ist Wettkampftag … ignorieren und Gas geben war die Devise.

Meine Freundin Nathalie, mit der ich plane gemeinsam den Ironman zu machen, hat mich zuhause abgeholt und wir fuhren gemeinsam zum Event-Ort. Gemeinsam zur Startnummernausgabe, wo mir ein reich gefülltes Startersackerl übergeben wurde (Hier ein absolutes Lob an die Organisation und danke für die tollen Goodies an die Veranstalter vom Kraiger See Triathlon). Ab in die Wechselzone zum Bike Check in … einiges durfte ich last Minute noch vorher lernen, worauf ich zu achten hatte, auf den Rest hatte Nathalie ein wachsames Auge und gab mir Anweisungen zur perfekten Positionierung meiner Sachen neben dem Bike. (Danke an dieser Stelle für deinen tollen Support an dem für mich wirklich sehr bedeutenden Tag)

Als dies erledigt war, war mein Puls auf rund 110 Schläge pro Minute angestiegen, denn eigentlich sollte es jetzt bald los gehen. Bei der Rennbesprechung gab es die letzten Anweisungen welche Gebote und Verbote zu beachten waren und wo welche Gefahrenzonen lauern könnten. Hm als Neuling sind diese ganzen Regeln sehr fremd aber im Nachhinein gesehen auch sehr wichtig.

Ab ging es an den Start. Auf Grund eines medizinischen Notfalls musste der Start um eine Stunde verschoben werden.

Mein Blick schweifte über das Wasser und ich hatte richtigen Respekt vor dieser Distanz, war ich doch bis dato längstens 50 Meter durchgeschwommen und dann immer eine kurze Unterbrechung und hatte auch immer Bahnen an denen ich mich orientieren konnte. Das war nun alles anders … open water und 300 Meter durch. Das klingt so wenig aber in dem St. Veiter Hallenbad sind das dann doch 12 Längen. Ok es gab einfach kein zurück mehr. Wir positionierten uns im Wasser auf einer fiktiven Linie und dann kam der Countdown … noch ein letzter tiefer Atemzug auf 2 und dann ging es los … ich versuchte mein Glück mit dem Kraulen, aber leider fehlte es mir hier an der Orientierung oder ich lies mich zu sehr von einer Person neben mir irritieren (so die Analyse von einem Video durch einen sehr erfahrenen Schwimmer und Schwimmlehrer). Ich wechselte also in das Brustschwimmen und konnte mein Tempo erstaunlicherweise sogar beibehalten. Meine Befürchtung ganz allein hinten zu schwimmen und als letzte das Wasser zu verlassen sollte sich also nicht bewahrheiten. Nach 7 Minuten und 1 Sekunde hatte ich das Wasser verlassen und lief in gemäßigtem Tempo zur Wechselzone, denn mein Puls war inzwischen auf 155 angestiegen.

In der Wechselzone angekommen ging der Wechsel gefühlt unproblematisch vor sich und ich konnte rasch mein Rad auf die Strecke bewegen. Ich spürte die Leere in meinen Beinen, denn ich war bis dato noch nie nach einer Schwimmeinheit Rad gefahren. Aber schon bald erwartete mich auf der Strecke die berühmt berüchtigte Bergwertung, die ich im Vorfeld schon einmal gefahren war. Damals hatte ich für die Strecke um einiges weniger lang benötigt, aber die Steigung machte mir nach dem Schwimmen doch ganz schön zu schaffen. Aufgeben war jedoch keine Option! Oben angekommen atmete ich tief durch und lies einen kleinen Freudenschrei los und dann ging es ab die Post wieder runter und gerade aus zur Wechselzone.  Die Schuhe am Rad auszuziehen hat für den ersten Triathlon ganz gut geklappt aber ich hätte etwas später vom Rad absteigen können.

Socken ja oder nein, war ein Thema in dem es wohl viel zu diskutieren gab, ich entschied mich für Socken, weil ich glaubte, dass diese paar Sekunden nicht mehr viel an meiner Zeit ändern würden. Ich lief also los und schwups, die nächste Steigung. Irgendwie hatte ich diese Steigung nicht so gemein in Erinnerung, aber auch hier gab es kein Aufgeben. Ich hatte mir keine Zielzeit gesetzt und daher war es nicht schlimm, dass ich auch mal gehen musste bei der Steigung. In der Geraden und Bergab funktionierten die Beinchen wieder brav und brachten mich unter lauthalsem Anfeuern von Nathalie und Claudia ins Ziel.

Kennt ihr dieses Gefühl einen Sieg über euch selbst zu haben? Das Gefühl selbst gesteckte Grenzen plötzlich gesprengt zu haben?  Ich fühlte mich so unsagbar stark in diesem Moment! Vor einem halben Jahr hätte ich mir nie gedacht, dass ich das so schaffen würde, aber es hat funktioniert und um ehrlich zu sein war ich so stolz und happy darüber, dass ich sogar Freudentränen nicht mehr ganz zurückhalten konnte.

In diesem Sinne kann ich euch sagen, dass dieser erste Triathlon nicht der letzte war und dass ich mit Freude weitermachen werde!

Bleibt gesund und habt Spaß ihr Lieben! Euer Vrenchen

Gewagte Ziele?

Kann man es wagen als ehemaliger Sportmuffel scheinbar ganz wahnsinne sportliche Ziele zu entwickeln? Setzt uns der Körper wirklich die Grenzen oder eher die mentale Stärke? Welchen Zeitraum setzt man sich um eine solide Leistung für ein scheinbar unerreichbares Ziel zu erwirken?

Vor einem halben Jahr hätt ich mir nicht mal richtig vorstellen können bei einem Triathlon zu starten, auch wenn ich ein Versprechen einzulösen hatte.

Die Leidenschaft am Sport hat mich jedoch zu gepackt, dass sich in meinem Kopf ganz lustige Dinge abspielen und ich plötzlich ein Ziel vor Augen hab, dass für mich so unfassbar scheint und auch surreal. Kennt ihr das? Und trotzdem wird das Ziel von Woche zu Woche präsenter und man macht sich plötzlich Gedanken, wie lange man wohl tatsächlich braucht um bei diesem einen Event zu starten?

Im letzten Jahr habe ich viele sportlich inspirierende Menschen kennengelernt, was sicherlich dazu beigetragen hat, die eigenen Ziele etwas zu erweitern.

Ich glaub ich muss echt mal ein ernstes Wörtchen reden mit meinem Trainer, wohin mich der Weg führen soll und wie lange wir dort hin brauchen  😉

realistisch oder nicht 😉

BIA Messung

Kennt ihr die sogenannte BIA Messung? Ich habe vor 2,5 Jahren eine genau solche durchführen lassen. Diese Messung hatte zur Folge, dass ich genau vor Augen geführt bekommen habe, in welchem elenden Zustand sich mein Körper zu diesem Zeitpunkt befand. Es war also Zeit etwas daran zu ändern.

Diese Messung ergab einen Körperfettanteil von 25,2 kg reinem Fett und einen viel zu hohen BMI. Die Ausrede ich habe schwere Knochen, war durch die genaue Angabe des Fettanteils also auch Geschichte. Es war also an der Zeit mein Leben in die Hand zu nehmen und zu ändern.

Ich begann als erstes damit meinen alten Job zu kündigen und fließend in einen neuen einzusteigen. Bevor ich mit richtigem Sport starten konnte, mussten erst mal die Kilos purzeln um meine Gelenke nicht zu stark beim Sport zu belasten. Anfangs habe ich mir bei meiner Ernährungsumstellung Hilfe bei den Weight Watchers geholt. Hat auch gut funktioniert, die Kilos sind langsam und stetig runter gegangen.

Schön langsam habe ich mein Sportpensum gesteigert. Durch einen Freund bin ich dann zu meinem jetzigen Trainer Mario Kapler gekommen, der mich nun seit Jänner dabei unterstützt auch sportlich mich zu verbessern und weiterhin meinen Körper und meine Gesundheit zu verbessern.

Ich fühle mich nun seit der starken Veränderung meines Lebens gesund, energiegeladen und mag mich und meinen Körper. Ich merke, dass ich auf Grund der Veränderung in meinem Leben auch anders auf andere Menschen wirke. Ich habe in Summe mehr Spaß am Leben.

Nachdem ich ein Zahlen Daten Fakten Mensch bin, hier ein paar Zahlen:

von 73 kg runter auf rund 62,5 kg bei Morgenmessung

von 25,2 kg Fett runter auf 15,8 kg (davon rund 1,5 kg durch meine Lipödemoperation)

von 25,1 kg Muskeln auf 26,4 kg rauf

Ich werde weiter an mir arbeiten und auf mich achten, denn diese Veränderung in meinem Leben war eine der Veränderungen, die ich bewusst selbst entschieden habe und gleichzeit eine der besten Entscheidungen in meinem Leben.

By the way habe ich hier am Blog noch nicht erwähnt, dass ich nun stolzes Mitglied eines Triathlonvereins bin, in dem ich wunderbare Menschen kennengelernt habe, um meine Leidenschaft zum Sport gemeinsam ausleben zu können.

https://www.3athlon-kaernten.at/

In diesem Sinne bleibt sportlich und gesund! Eure Verena

Hallo Schweinehund

Immer öfters werde ich gefragt, ob ich als Mentor oder Coach den Weg in ein sportlicheres schlankeres Leben unterstützen kann. Bei Freunden sagt man natürlich nicht nein, aber meist ist die Information die man geben kann, nicht die die gehört werden möchte.

Es gibt keinen einfachen Weg zur Veränderung und einem neuen Leben, denn es ist harte Arbeit an sich und an den Gewohnheiten aber auch am Umfeld sein Leben zu verändern. Und es bleibt auch harte Arbeit diesen neuen Lebensstil weiter aufrecht zu erhalten.

Was habe ich gemacht? Ich habe begonnen mit Diäten und bin bald drauf gekommen, dass zumindest für mich der Verzicht nicht die Lösung sein kann. Ich möchte auf nichts verzichten müssen. Dann war ich 1 Jahr bei den Weightwatchers, hier konnte ich lernen bewusster zu leben und die Nahrungsmittel, die ich zu mir genommen habe, aufzuschreiben. Das hat auch ein Jahr funktioniert. Als dann der intensive Sport dazu gekommen ist, war WW nicht mehr das richtige für mich, denn ich hatte ununterbrochen Hunger und ich wollte nicht Hunger leiden! Dass man aber nicht die Kontrolle verliert, tagge ich mein Essen nach wie vor im Detail und zähle die Kalorien unter Berücksichtigung meiner Kalorien, die ich durch das Training zusätzlich verbrannt habe. Seither leide ich nicht mehr Hunger und ich muss auf nichts verzichten. Ich esse auch mal Schokolade oder ein Eis, wenn ich Lust dazu habe, aber ich muss es mir auch verdient haben. Ganz selten gibt es auch einen Cheatday an dem ich mein Kalorienbudget mehr als sprenge.

Beim Sport verhält es sich eigentlich genau so. Es bedarf Disziplin, um an sich zu arbeiten und neben dem Job und dem Haushalt 10 Stunden Sport pro Woche zu machen. Ein fixer Trainingsplan, an dem man sich halten sollte und deren Einhaltung auch kontrolliert wird, kann hier sehr hilfreich sein, um dem inneren Schweinehund nicht zu viel Raum zu lassen. Ich habe mir hier einen Trainer geleistet, der mir auch mal nennen wir es liebevoll in den Hintern tritt, wenn ich mal in Richtung Tief wandere. Es gibt Tage an denen ich mich auch schwer motivieren kann, aber wenn ich dann mal losgelaufen oder geradelt bin, weiß ich dass es gut für mich ist und dann fühlt es sich wieder gut an.

Alles in allem kann man sagen, ich habe mich stark verändert und mein Körper hat sich stark verändert und ich bin stolz auf die Veränderung, aber es soll nicht die Illusion aufkommen, das würde ohne Müh und ohne einen ausgiebigen Kampf gegen den inneren Schweinehund entstanden sein, denn wer Veränderung will, muss Ausdauer beweisen und Geduld mit sich selbst.

Hier noch ein paar Bilder aus der letzten Woche. Für Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung, stay sporty 😉

Wörthersee autofrei: 110 Kilometer

Frauenlauf Velden 5 Kilometer

Regeneration und Salat aus dem eigenen Garten mit Mozzarella

Etwas ruhig diese Woche

Ein kleines Lebenszeichen von mir auch diese Woche! Was tut sich aktuell so in meinem Leben?

Ich habe meinen ersten eigenen Bogen von Antur den Nesta Tri eingeweiht. Es macht sehr viel Spaß mit den Kollegen vom Verein durch den Wald zu schlendern und die 3D Ziele bestmöglich zu treffen. Ich habe noch viel zu lernen bezüglich der Handhabung meines Bogens, aber ich bin zuversichtlich dass mit Unterstützung der Vereinskollegen auch ich besser werden werde. Ich setze mich hier nicht unter Druck, insbesondere da ich merke, dass selbst scheinbar erfahrene Schützen unterschiedliche Techniken entwickelt haben. Mein Bogen selbst ist ein Traum.

Hier der Link zu meinem Bogen: Link Nesta Tri

Ein schnittiges Gerät, dass jedoch auf Grund der Tatsache kaum Schussfehler verzeiht 😉 Am Bogenparcours bin ich nicht zu übersehen, ich habe meinem Bogen und meiner Ausrüstung den gewissen Verena Touch gegeben und bin sehr pink unterwegs statt in Tarnfarben oder waidmännischer Kleidung. Das bin halt ich und meine persönliche Note.

Mein Triathlontraining stockt momentan etwas auf Grund eines Zeckenbisses. Dieser Zeck wurde wohl durch unsere Hunde ins Haus gebracht und er hat mich unten in den Zeh gebissen. Mein Zeh wurde rot und hat stark reagiert. Ich bin daher mit Antibiotika versorgt worden um eventuelle Borrellien gleich zu töten. Im Blut feststellbar sind Borrellien erst nach 10 Tagen und daher war die Reaktion gleich profilaktisch seitens meiner Ärztin. Ich hoffe, dass ich schnell wieder einsatzfähig bin.

Meine Mum hat gestern die Nachricht erhalten, dass sie nach aktuellem Stand der Dinge keine Strahlentherapie mehr gegen den Lungenkrebs braucht, da dieser laut aktuellen Befunden besiegt sei. Dies haben wir zum Anlass genommen ein schönes Essen beim Wirtshaus Gelter zu uns zu nehmen und zu feiern. Diese Nachricht hat eine große Last von uns allen genommen, denn eine Krebsdiagnose in der Familie fordert den Patienten selbst aber auch die Familienangehörigen. Fakt ist, ich habe von gestern auf heute so gut geschlafen, wie seit November nicht mehr. Über 2 Stunden Tiefschlafphase ließen mich heut froh und frisch munter werden. Ich wünsche meiner Mum, dass sie jetzt diesen Sommer so richtig genießen kann und schnell wieder viel Lebensfreude empfinden kann und neue Energie tanken kann.

Am Dienstag am Feiertag werde ich bei einem Lauf zu Gunsten der Krebshilfe laufen, da es mir nach unserer Erfahrung noch wichtiger geworden ist, dass Menschen mit solch einer Diagnose bestmöglich geholfen werden kann. Ich würde mich freuen euch dort auch zu sehen. Hier geht es nicht darum die schnellste Läuferin zu sein, sondern laufend Gutes zu tun und allein das ist es Wert Teil dieses Laufes zu sein!

Frauenlauf zu Gunsten Krebshilfe

Hier noch ein paar Bilder von den letzten Tagen:

Bogenschießen mit meinem neuen Bogen:

Schneeschuhwandern am Dobratsch:

Essen beim Wirtshaus Gelter (http://www.wirtshaus-gelter.at/)

Veränderung durch Sport und Ernährung

Es ist der passende Zeitpunkt ein Zwischenresumee zu ziehen.

Vor 4 Jahren habe ich einen Laktattest gemacht um zu sehen, in welchem Zustand sich mein Körper befindet. Ich habe auch ein EKG und einen Herzultraschall sowie Blutwerte und co analysieren lassen. Eine Spirometrie durfte natürlich auch nicht fehlen.

Das damalige Ergebnis war ok. Ich hatte bezogen auf meine Altersklasse und Geschlechtsklasse eine Leistung von 130 %. Jedoch waren damals Anomalien im EKG zu sehen, meine Blutwerte waren nicht ideal und ich war zu diesem Zeitpunkt gerade noch Raucherin.

Nun habe ich den Ganzkörpercheck nach 4 Jahren und einer großen Veränderung meines Lebensstils erneut durchgeführt. Ich war sehr gespannt, wie das Ergebnis aussehen würde, hoffte aber natürlich auf eine Verbesserung meiner Werte.

Und so kam es auch!

153% der altersgemäßen Sollleistung hinsichtlich der Watt. Durchschnittlicher VO2max mit einer Steigerung um 4 ml/min/kg, 3 Kilogramm weniger als vor dem Rauchstop. Die Anomalien im EKG haben sich nicht verschlechtert und sind nicht von pathologischer Natur. Meine Blutwerte waren wie von einem gesunden Baby. Ich kann also sagen, dass sich die Veränderung in meinem Leben in den letzten 4 Jahren mehr als positiv auf meine Gesundheit ausgewirkt hat und dass ich jedem nur die Empfehlung geben kann, diese Investition in die Gesundheit zu machen und sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Ich werde demnächst noch eine genaue Körperfettanalyse in Anspruch nehmen um auch hier die Entwicklung sehen zu können.

In diesem Sinne bleibt gesund und sportlich!

Eure Verena

Hier noch ein Paar Bilder von den Trainings der letzten Wochen … alle drei Disziplinen waren dabei 😎

Leistungssteigerung

Heute wurde das perfekte Wetter genutzt und der letzte Berg des 4-Berge-Marsch besucht. Eine genaue Routen und Tourenbeschreibung folgt noch.

Als ich dann nach der Tour meine Garmin genauer unter die Lupe genommen habe, habe ich neue Funktionen entdeckt (Schande über mich, aber ja meine Garmin kann mehr als ich weiß, da ich nie die Bedienungsanleitung lese)

Garmin liest auf Grund meiner Startangaben meines ersten Laktattests bei Hummanomed und meinen seither aufgezeichneten Trainings heraus, ob ich mich gesteigert habe und wenn ja in welchem Umfang. Im Detail kann ich dort den VO2max und die Laktatschwelle sehen.

Ich habe mir genau den Bereich angesehen, seit dem Moment als ich mein Training mit meinem Trainer Mario Kapler begonnen habe – hier der Link zu seinem Facebookprofil, falls wer neugierig ist.

https://www.facebook.com/MarioKapler.Triathlontraining/

Ich weiß, er allein kann nicht zaubern und mich fit machen, und es wird immer auch darauf ankommen, dass ich auch alles umsetze wie er es mir im Trainingsplan ansetzt, aber ohne diesen Trainingsplan hätte ich wohl nie in 3 Monaten trotz einer Zwangspause auf Grund Operation so eine Leistungssteigerung erfahren!

Ich bin so glücklich und freue mich richtig darauf mich noch weiter zu steigern und das Beste aus mir herauszuholen.

Man kann also sagen, dass es schon Sinn macht, wenn man sich verbessern möchte, einen Profi ans Werk zu lassen! Danke an dieser Stelle an meinen Trainer für seine Geduld und seinen Humor, den er bei mir sicherlich noch oft benötigen wird 😉

Der neue Termin für einen professionellen Laktattest bei Hummanomed ist bereits vereinbart um die Ergebnisse der Garmin einer Prüfung zu unterziehen und die richtige Basis für das weitere Training zu eruieren.

In diesem Sinne stay sporty ihr Lieben und für Fragen stehe ich wie immer gerne zur Verfügung!

Training wieder aufgenommen

Nun sind endlich meine Zwangspausen auf Grund der Operationen vorbei und ich kann richtig mit dem Training starten. Seit Montag habe ich wieder einen Trainingsplan zur Vorbereitung auf meine sportlichen und persönlichen Ziele.

Am Montag war zum ersten Mal Pulspyramidenlauf am Programm, das Steuern des Pulses so genau ist gar nicht so leicht muss ich gestehen. Natürlich merke ich auch, dass ich nun 5 Wochen bis auf ein paar Spaziergänge nicht viel Bewegung hatte. Gerade in den letzten 3 Seminartagen im Sperlhof war ich wieder etwas aktiv. Nach 1 Stunde am Laufband war ich so richtig ausgepowert und entspannt.

Gestern ging es dann zu meinem ersten Schwimmtraining. Ich wusste ja schon immer, dass ich nicht richtig schwimme, aber dass es so falsch ist, ist mir neu. Mein Trainer hat mit mir wirklich eine Herausforderung gefunden. Die Beine erinnern aktuell noch eher an eine Primaballerina und meine Hände üben Omaschwimmen in Perfektion aus. Wenn ich versuche so zu schwimmen wie ich es sollte, versagt die Hand-Fuß-Koordination, und ich erinnere in dem Moment an eine Katze die man ins Wasser geworfen hat. Selbst die richtige Atemtechnik stellt aktuell noch eine Herausforderung an mich, denn irgendwie vergesse ich gerne aufs ausatmen und atme zu selten ein. Heute einen Tag nach meinem ersten Schwimmtraining hab ich anständigen Muskelkater in den Händen und in der Schulter, was ich persönlich als positiv empfinde, da ich gern eine bessere Rückenmuskulatur aufbauen möchte. Mein Masseur hat bereits mit mir geschimpft, dass ich hier an mir arbeiten muss.

Heute steht eine Radeinheit am Programm – man könnte also sagen, die Triathloneinheit ist dann mit heute finalisiert 😉 In Summe erwarten mich heute 1 Stunde und 10 Minuten im Intervall am Rad. Ich freue mich schon, wenn es draußen endlich beständiger wird und man mehr Outdoor machen kann.

Es geht also jetzt wirklich ins Eingemachte und ich freu mich hart an mir und meiner eigenen Leistungssteigerung zu arbeiten. Demnächst werde ich einen Termin für einen Laktattest ausmachen, um den aktuellen Stand der Dinge überprüfen zu lassen. Dies ist wichtig für meinen Trainer um ein perfekt abgestimmtes Training für mich erstellen zu können.

Die zweite Operation erledigt ✅

Nun befinde ich mich gerade aktuell in der postoperativen Phase nach Operation 2, welche hoffentlich zumindest vorerst die letzte war um mein Lipödem zu bekämpfen.

Diesmal lief alles etwas anders, wenn jemand ein sensibles Gemüt hat, sollte er oder sie diesen Betrag nicht lesen 😉

Ich kam wie vereinbart um 6:45 in der Privatklinik Maria Hilf an und wurde gleich zu meinem Arzt Dr. Jeschke geleitet. Dieser führte noch einige kurze Vorbereitungen mit mir durch, wie das Anzeichnen des Operationsgebietes und der Schnitte. Dann kam ich in mein Zimmer, wo mich wie üblich dort äußerst freundliche Schwestern mit dem obligatorischen sexy Outfit ausrüsteten und mir vorher noch für eine Desinfektionsdusche alle Mittel bereitstellten.

Ich war die zweite am Operationsplan und somit musste ich nicht lange warten. Nach ein paar Scherzchen mit dem Anästhesieteam und allen im OP anwesenden helfenden Händen, sah ich noch zu wie Fentanyl und Dormicum in mich reingespritz wurden und weg war ich. Ich wurde diesmal in einen intensiven Dämmerschlaf mit lokaler Betäubung des OP-Gebiets geschickt. Angeblich habe ich mit meinem Arzt im Aufwachzimmer gesprochen. Ich hoffe ich habe nichts unangemessenes gesagt oder eine Pizza bestellt oder was auch immer.

Ich wurde erst im Zimmer wieder richtig bewusst wach, wo ich dann schnell feststellte, dass diesmal alles anders war. Die Wunden nässten viel mehr als das erste Mal, meine Bettwäsche wurde zwei mal gewechselt und ich hatte zwar Schmerzen aber die waren auch anders.  Die Schwestern und der Pfleger kümmerten sich rührend um mich und versorgten mich mit allem, was man in so einer Situation brauchen kann.

Abends durfte ich dann schon wieder nachhause. Nach einer Katzenwäsche legte ich müde ins Bett.

Diesmal habe ich beschlossen, nicht ins LKH Wolfsberg zu gehen. Ich empfand die Kompressionstherapie mit Bandagen als nicht angenehm teilweise auch schmerzhaft. Diese Entscheidung diesmal die postoperative Zeit anders zu verbringen, stellt sich gerade als goldrichtig heraus.

Ich habe täglich ambulante Therapie wie Lymphdrainage und Physiotherapie, die die Heilung schneller vorantreiben soll. Nachdem ich derzeit nicht Autofahren kann, muss ich zur Therapie täglich gehen. Diese Bewegung ist natürlich ideal für meine Muskelpumpe und Venenpumpe. So gestaltet sich der Heilungsverlauf diesmal um einiges Besser und ich habe die glaub ich berechtigte Hoffnung, dass ich diesmal wieder früher loslegen kann und bald wieder aktiv sein kann.

Momentan lässt sich das Endergebnis der Operation ja nur erahnen, weil ich blau, rot und gelb bin an den Beinen und natürlich auch noch schön angeschwollen, aber was ich da derzeit sehe, stimmt mich optimistisch. Herzlichen Dank an das Hummanomed Team insbesondere allen Pflegekräften, die mir den Aufenthalt so gut wie möglich gestaltet haben und natürlich auch an meinen Arzt, bei dem man sich wortwörtlich in guten Händen befindet.

Ich freue mich schon mit meinen neu gerichteten Beinen viele Kilometer zu laufen und viele Berge zu erobern.

Hier noch ein paar Bilder von dem Operationstag und den Tagen danach:

Schön langsam schneller

Ich werde nie den Beginn meiner Lauf“karriere“ vergessen als ich nach 1 Minute Laufen völlig außer Atem war und Beine hatte so schwer wie Bleiklötze. Mehrere Kilometer nacheinander durchzulaufen war sowieso nich realistisch in diesem Moment.

Ich hätte mir nie gedacht, dass man an sowas wie Laufen jemals Freude empfinden könnte 😂🙈

Nichts desto trotz bin ich dran geblieben und habe meinen inneren Schweinehund überwunden.

Ich hatte nie diesen typischen Läuferkörper, werde es auch wohlnie haben, aber das hielt mich nicht davon ab.

Der erste Zieleinlauf bei einem Wettbewerb war ein Sieg über mich selbst, wenn mir auch dort anwesende Sanitäter gleich helfen wollten 🙈

Ich habe nicht aufgehört!

Seit Jänner leiste ich mir einen Trainer, der mich auf meinem Weg zur besseren Sportlerin begleiten soll.

Gestern war ein Moment, an dem ich merken durfte, dass ich am richtigen Weg bin! Zum ersten Mal habe ich 10 Kilometer unter einer Stunde geschafft bei einem aeroben Pulsbereich. Das waren Glücksgefühle 😊😍

In diesem Sinne weiter gehts 😬💪🏼