Adventzeit – Erinnerungen und Reflexion

Dass ich ein richtiger Weihnachtsjunkie bin, ist meinen stetigen Lesern ja keine Neuigkeit. Ich liebe diese Zeit, weil selbst die Menschen, die das ganze Jahr über egoistisch sind, plötzlich versuchen an sich zu arbeiten, weil die Menschen sich mehr Zeit für die Familie nehmen, weil alles so festlich geschmückt ist und zum Träumen einlädt,…

Es gab zwei Jahre in meinem Leben, in denen mir die Weihnachtszeit schwer gefallen ist. Das erste Weihnachten nach dem Tod von Thommy war das erste Weihnachten in meinem Leben, welches ich nicht genießen konnte. Es hat weh getan, das Weihnachten ohne ihn zu verbringen. Meine Eltern haben damals alles versucht, mir die Portion Weihnachtszauber zu schenken, aber zu dem Zeitpunkt hätte mich wohl nichts trösten können. Als ich abends nach der Bescherung in mein Bett verschwand, schlief ich unter Tränen ein und und ich kann mich noch an den Traum erinnern als wäre es gestern gewesen, den ich damals hatte. Thommy erschien in dem Traum, umarmte mich und sagte mit sanfter Stimme zu mir: Es wird alles wieder gut. Ich weiß noch als ich aufgewacht bin, fühlte ich noch immer diese Umarmung, als wäre sie real gewesen. So blöd es vielleicht klingen mag, aber das gab mir Hoffnung.

Als ich 2015 auf dem Jakobsweg war habe ich dann auf einer Wand geschrieben gesehen: Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende. Diese Gedanken begleiten mich seither und haben mich verändert.

Letztes Jahr war das zweite Jahr in dem Weihnachten von einem dunklen Schatten umwoben war. Die Krebsdiagnose meiner Mutter im November, die Operation und die bevorstehende Chemotherapie führten zu einer Form der Angst und Hilfslosigkeit, die ich bis dato nicht kannte. Für sie als Betroffene aber auch für uns als Angehörige war Weihnachten und die damit verbundenen Bräuche in dem Moment nicht wirklich relevant. Wir haben zwar Weihnachten gefeiert aber als ich die wunderschöne Kette mit dem Engelsrufer in Händen hielt, hatte ich Tränen in den Augen und hoffte inständig, dass die Engel uns in dieser Zeit helfen. Es waren harte Monate, viele Momente der Frustration, der Angst aber auch der Erkenntniss welche Menschen zu einem stehen und welche Menschen nicht damit umgehen können.

Heuer freue ich mich sehr auf Weihnachten. Aktuell dürfen wir bei meiner Mum weiter durchatmen. Wir haben gelernt das hier und jetzt zu genießen und uns von Kontrolle zu Kontrolle zu hanteln und dankbar zu sein. Außerdem hat mir das Leben einen wunderbaren Menschen geschenkt mit dem ich das Fest heuer feiern darf. Ein Mensch mit viel Herz, Dankbarkeit und Spiritualität, der es geschafft hat mich so zu begeistern wie es einst Thommy getan hat. Das ist wohl heuer mein größtes Weihnachtsgeschenk.

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit und all jenen, die heuer mit solchen oder anderen Schicksalsschlägen zu kämpfen haben, möge meine Geschichte Hoffnung sein, dass am Ende alles wieder gut wird.

Alles Liebe eure Verena

FILMTIPP: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Jetzt wo ich dabei bin meine Reise zu fixieren, muss ich unweigerlich an meinen Lieblingsfilm denken. Ein Film, der mich immer wieder inspiriert, das Leben wirklich zu Leben und nicht nur Tagträumen zu verfallen.

Amazon beschreibt den Film wie folgt:

Walter Mitty (Ben Stiller) arbeitet seit Jahren im Fotoarchiv der Zeitschrift Life!. Er ist ein Einzelgänger, der sich, um seinem grauen Alltag zu entfliehen, in abenteuerlichen, heldenhaften und romantischen Tagträumen verliert. Einziger Lichtblick ist die neue Kollegin Cheryl (Kristen Wiig), die Walter aus der Ferne bewundert.

Eines Tages wird bekannt, dass Life! zukünftig nur noch online erscheinen und eine letzte Printausgabe herausgebracht werden soll, die auf dem Titel ein Bild des berühmten Life!-Fotografen Sean O’Connell (Sean Penn) zeigen soll. Doch das besagte Bild, das an Walter geschickt wurde, ist verschwunden. Motiviert durch Cheryl nimmt Walter all seinen Mut zusammen und begibt sich auf eine aufregende Reise ans andere Ende der Welt, die für ihn zu einem wunderbaren Abenteuer wird, das er sich nicht besser hätte erträumen können.

hier der Link zu Amazon

Oft neigt man dazu gewisse Abenteuer aus Angst vor Herausforderungen oder vor ungewöhnlicher Umgebung oder Angst vor eigenen Grenzen nicht auszuprobieren. Dieser Film zeigt, was tolles geschehen kann, wenn man einfach mal macht.

Besonders aktuell ist für mich dieses Thema jetzt. Neben meiner Reise- und Sportleidenschaft, habe ich ein ganz normales Leben mit einem meiner Meinung nach sehr seriösen Job, Eltern, wobei meine Mutter mitten in der Krebstherapie steckt und eine Partnerschaft die in all dem nie zu kurz kommen soll und darf. Trotzdem wage ich es zu träumen und auch diese Träume dann wahr werden zu lassen. Denn all diese täglichen Herausforderungen bedürfen einer gewissen Kraft, die man genau in solchen Abenteuern in sich selbst finden kann.

Wer sich also wie ich inspirieren lassen will, kann sich gern einen meiner Lieblingsfilme ansehen. Bin gespannt wie er euch gefällt?

 

 

 

Heilsame Wirkung bei Sport

Kennt ihr das, wenn ihr euch über etwas oder jemanden sehr ärgert und ihr dann laufen geht? Man läuft und läuft und läuft … irgendwie kommt man dann in einen gewissen Trancezustand und man merkt gar nicht mehr dass man Sport macht sondern lässt den Körper funktionieren und der Kopf wird schön langsam frei von diesem Ärger und dieser Wut, die man in sich getragen hat.

Genau so ist es mir heut ergangen bei meiner heutigen Trainingseinheit.

Ich hatte solch eine Wut in mir als ich das Laufband betrat, dass ich wie ein zweiter Forrest Gump lief und lief bis mein Kopf endlich befreit war von diesem bösen Gefühl für das ich im Moment echt keine Energie habe.

Manchmal ist doch Sport das beste Mittel um Psychohygiene zu betreiben. Insbesondere wenn man die Energie momentan eher dafür braucht um stark zu sein für sich und die Familie.

Merke: bei meinem nächsten Wettkampf richtig wütend sein 😂🙈

Ich war heut Nachmittag zur Vorbesprechung meiner zweiten Operation wegen meinem Lipödem. Am 22.2 geht es in die zweite und hoffentlich letzte Runde. Lustig ist das ja nicht aber ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe.

Nach der letzten Operation waren meine Beine tiefblau und sehr schmerzhaft. Konnte kaum sitzen. Das gehen war trotz Kompressionskleidung dagegen eine Wohltat. Na nun weiß ich besser was ich bei der zweiten Operation zu erwarten habe.

Ziele 2018

Was macht man an so einem unfreundlichen Wintertag wie heute, wenn man noch dazu noch nicht ganz fit ist? Richtig man sucht die Herausforderungen für das Jahr 2018.

Ich möchte als nicht professionelle Sportlerin wieder an vielen Events teilnehmen und Spaß am Sport haben und zeigen, dass es nicht nur um die erreichte Zeit geht, sondern um die Erlebnisse am Rande beziehungsweise den Sieg über sich selbst.

Die Reiseplanung muss ich noch ein wenig in die Zukunft verlegen. Auf Grund der Lungenkrebsdiagnose meiner Mutter, möchte ich derzeit noch keine Reise buchen, sondern abwarten, wie ihre Therapie weitergeht nach ihrer Operation. Familie hat absolute Priorität! Da ich aber davon ausgehe, dass meine Mutter diesen Kampf gewinnen wird, weil wir einfach alles Kämpfer sind in meiner Familie, schmökere ich natürlich in diversen Reisebrochüren aber auch in Beschreibungen von Fernwanderwegen (Einige Bücher diesbezüglich haben den Weg auf meine Weihnachtswunschliste gefunden). Die effektive Entscheidung fällt dann Anfang nächsten Jahres, ob ich weiter weg verreise oder in der Nähe bleibe um Erreichbar zu bleiben.

Nichts desto trotz gibt es Events an denen ich mich bereits jetzt anmelden möchte beziehungsweise überlege mich anzumelden.

Fix ist der Start bei Kärnten läuft. Beim Frauenlauf möchte ich mit meinen Mädels vom Club261 #fearless laufen und vielleicht auch seit langem wieder einen Halbmarathon. Eventuell habe ich eine ganz tolle Pacemakerin für dieses Vorhaben @runningzuschi ich hoffe du kannst dich noch an unser Gespräch erinnern 😉

Inspiriert durch @trailbirdie überlege ich den Start beim Karwendelmarsch. Hier könnt ihr mir sagen was ihr denkt:

https://www.facebook.com/vrenchengetsfit/?hc_ref=ARQqeTOl_cVITXSWYecgIqsOQO9cgqHSKxyqQVlDVyfDStQaBYuM8cMqtth0UfBht1w

Kirschblütenlauf ist sicher auch wieder ein Muss … denn ich finde Läufe, die einen guten Zweck zum Hintergrund haben besonders erstrebenswert.

Habt ihr noch Vorschläge, wo ich mitmachen sollte bzw. bei welchen Events ihr mich gerne sehen würdet, dann kommentiert gerne 😉 Ich freue mich auf eure Ideen!

hier ein paar Bilder aus dem heurigen Jahr 💪🏼

Shake & Meditate

Heute ging es zum Shake and Meditate mit Ilse Grabner und Karl Edy.

Zuerst hieß es eine Stoffbrille aufsetzen und dann zu unterschiedlicher Musik hemmungslos zu tanzen. Die anderen konnten einen ja nicht sehen und daher war es egal wie man tanzte. Die Trainerin Ilse Grabner gab zwischendurch Anweisungen wie zum Beispiel alles raus zu lassen. Tja was soll ich sagen: wer mich persönlich kennt, weiß dass meine Familie auf Grund einer bösen Diagnose gerade sehr auf die Probe gestellt wird und dann alles raus zu lassen, heißt dann auch mal einfach loszuweinen. Denn auch das kann neue Energie und Kraft geben.

Anschließend gab es eine Meditation mit Karl Edy, den ich bereits bei einem Seminar genossen habe. Mittels Neuromusik über Kopfhörer schaffte er es auch diesmal wieder mich in eine andere Welt zu bringen, in der ich frei von Angst und Sorge war und neue Energie tanken konnte.

Also durchaus empfehlenswert dieses Seminar. Die beiden bieten nächste Jahr ein Intensivseminar auf Hawaii an … Sponsoren wanted 🙈 mit Delphinschwimmen und Entspannungstechniken aller Art. Sicher eine hammermäßige Erfahrung!

https://www.karledy.at/veranstaltungen/shake-meditate/

Herausforderung Gesundheit

Wie doch inzwischen einige meiner Leser wissen ist mein Körper nicht bestens geeignet für Abenteuer und sportliche Herausforderungen, so meinen zumindest die Ärzte 🙈

Wenn es nach meinen Befunden geht müsste ich in meiner Freizeit Puzzle spielen oder spazieren gehen oder maximal walken

Danke meiner Erziehung bin ich eine Kämpfernatur geworden, die sich damit nicht zufrieden geben will und ihrem Körper zeigen will wer der Chef ist.

Ich bin ja 50 % Invalide und lasse mich aber nicht von dieser Tatsache abhalten, meine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen zu lassen!

Eine meiner gesundheitlichen Probleme die jedoch kein Grund für meine Invalidität darstellt ist das beidseitige Lipödem auf meinen Oberschenkeln und meinen Po.

Schon in der Pubertät begann man mich aufgrund meiner Unförmigkeit zu henseln.

Das tat schon weh, aber es war auch ein Grund dafür, dass ich immer in Bewegung blieb, denn ich wollte es aufhalten, beziehungsweise den Fortschritt verlangsamen. 

Nun da ich nachgewiesen habe, dass ich alles gemacht habe, was man noch machen kann inklusive gesunde Ernährung und regelmäßigen Sport, aber auch wunderbaren Venenstrümpfen, die besonders im Sommer ein Hit waren, wird mir endlich von der Krankenkasse geholfen und ich darf am 23. November den ersten Schritt machen um das Lipödem los zu werden. In zwei Ops eine im November und eine im Februar werde ich von diesem lästigen befreit. 

Wieder ein Ziel erreicht und es gibt noch viel in meinem Leben zu erreichen trotz 50 % Invalidität! 

Die nächsten Lauf Wettbewerbe aber auch die nächsten Gipfel und Wanderungen quer durch  mir unbekannte Länder können kommen!


Seminar Gesundheit von Körper, Geist und Seele

Die letzten drei Tage beim Seminar von Karl Edy. 

http://www.karledy.at

Dieses Seminar beinhaltete neben Yoga auch Meditationsformen unterschiedlicher Art aber auch theoretischen Input bezüglich Ernährung, Salutogenese, Hirnforschung, mentales Training und Entspannung.

Ich muss zugeben, ich begab mich in das Seminar ein wenig skeptisch da ich doch ein etwas unruhiger Geist bin und mich selten wirklich intensiv entspanne.

Umso überraschender war das Ergebnis! So gelang es Karl Edy mit seinen Techniken mich in den Alpha Zustand zu bringen und ein Gefühl der pure Entspannung zu erleben. Man kann sagen eine durchaus neue Erfahrung für mich.

In Gesprächen während der Pause, als ich mich erkundigt er ob er auch für Sportler spezielle Programme anbieten würde, durfte ich erfahren dass er derzeit an einem Projekt für Triathleten arbeitet. Ich darf in den Genuss kommen dieses Programm vorweg auszuprobieren und ein Feedback zu geben. Es ehrt mich um ehrlich zu sein das mein Feedback für seine Entwicklung seiner Programme wertvoll sein kann. In jeden Fall kann ich die Teilnahme an seinen Seminaren nur empfehlen, da mein Das Seminar mit einem Werkzeugkoffer von Anwendungen zur Entspannung aber auch zur physischen wie auch mentalen Ertüchtigung mittels Yoga verlässt. 

Für Sivananda Yoga konnte ich mich in diesen Tagen wirklich begeistern. Dies ist glaube ich wirklich eine Fortsetzung wert! Ich staunte auch nicht schlecht über die schnellen Fortschritte binnen der drei Tage.

Neben der Tatsache, dass das Seminar die Zeit mehr als wert war, habe ich ganz tolle Kollegen kennen und schätzen gelernt. 

Fakt ist Karl Edy sieht mich wieder 😬👍🏼