FILMTIPP: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Jetzt wo ich dabei bin meine Reise zu fixieren, muss ich unweigerlich an meinen Lieblingsfilm denken. Ein Film, der mich immer wieder inspiriert, das Leben wirklich zu Leben und nicht nur Tagträumen zu verfallen.

Amazon beschreibt den Film wie folgt:

Walter Mitty (Ben Stiller) arbeitet seit Jahren im Fotoarchiv der Zeitschrift Life!. Er ist ein Einzelgänger, der sich, um seinem grauen Alltag zu entfliehen, in abenteuerlichen, heldenhaften und romantischen Tagträumen verliert. Einziger Lichtblick ist die neue Kollegin Cheryl (Kristen Wiig), die Walter aus der Ferne bewundert.

Eines Tages wird bekannt, dass Life! zukünftig nur noch online erscheinen und eine letzte Printausgabe herausgebracht werden soll, die auf dem Titel ein Bild des berühmten Life!-Fotografen Sean O’Connell (Sean Penn) zeigen soll. Doch das besagte Bild, das an Walter geschickt wurde, ist verschwunden. Motiviert durch Cheryl nimmt Walter all seinen Mut zusammen und begibt sich auf eine aufregende Reise ans andere Ende der Welt, die für ihn zu einem wunderbaren Abenteuer wird, das er sich nicht besser hätte erträumen können.

hier der Link zu Amazon

Oft neigt man dazu gewisse Abenteuer aus Angst vor Herausforderungen oder vor ungewöhnlicher Umgebung oder Angst vor eigenen Grenzen nicht auszuprobieren. Dieser Film zeigt, was tolles geschehen kann, wenn man einfach mal macht.

Besonders aktuell ist für mich dieses Thema jetzt. Neben meiner Reise- und Sportleidenschaft, habe ich ein ganz normales Leben mit einem meiner Meinung nach sehr seriösen Job, Eltern, wobei meine Mutter mitten in der Krebstherapie steckt und eine Partnerschaft die in all dem nie zu kurz kommen soll und darf. Trotzdem wage ich es zu träumen und auch diese Träume dann wahr werden zu lassen. Denn all diese täglichen Herausforderungen bedürfen einer gewissen Kraft, die man genau in solchen Abenteuern in sich selbst finden kann.

Wer sich also wie ich inspirieren lassen will, kann sich gern einen meiner Lieblingsfilme ansehen. Bin gespannt wie er euch gefällt?

 

 

 

50% Behinderung

Als ich mich 2016 auf Anraten eines Betriebsrates der Untersuchung zum Feststellungsbescheid stellte, wurde ich sehr überrascht. Mit einer 50% Einstufung hatte ich nicht gerechnet, denn so kaputt fühlte ich mich eigentlich nicht 🙈

Ich wurde im Jahr 1992 von einem Auto angefahren, als ich als Kind die Straße überqueren wollte. Meine Mutter stand währenddessen auf der anderen Straßenseite und sah zu, wie mich dieser Mensch mit ca 80 km/h im Ortsgebiet erwischte. Ich habe noch von der Seite kommend plötzlich ein Auto gehört und habe noch einen Schritt zurück gemacht. Es wäre wohl sonst nicht so glimpflich ausgegangen. Ich kann mich heute noch gut daran erinnern, als ich dort am Boden lag am Eis (es war der erste Tag der Semesterferien) und viele Köpfe von oben plötzlich auf mich blickten und alle meinten, ich solle mich nicht bewegen. Nie werde ich das weinende Gesicht meiner Mutter in diesem Moment vergessen. Ich habe sie noch beruhigt und gesagt es sei alles gut und ich hätte keine Schmerzen, was ich in diesem Moment wohl aus Schock auch nicht hatte. Dann wurde ich damals von Martin5 dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Meine Eltern waren kurz nach mir dort. Ein weiterer Moment, den ich wohl nie vergessen werde ist jener, als ich meinen Eltern gesagt habe, dass das Hubschrauber fliegen toll gewesen sei. Sie hätten mich wohl am liebsten geohrfeigt in dem Moment aus Sorge, was sie natürlich nicht getan haben.

Der Unfall hatte einige Folgen. So hatte ich zum Beispiel einen Nierenkapselriss und habe seither einen gebrochenen Wirbel, 2 Bandscheibenvorfälle als Folgeerscheinung des gebrochenen Wirbels (da keine Stabilität mehr gegeben war) und 2 Gleitwirbel.

Eine Zeit lang habe ich einfach viele Schmerzen gehabt und hab gemeint, ich müsse mich damit abfinden. Dann habe ich mit dem Bergwandern begonnen, dann mit dem Klettern, … und je mehr Sport ich gemacht habe, desto besser hatte ich meine Schmerzen im Griff.

Ich bin also der beste Beweiß, dass man wie ich immer liebevoll sage halb hin sein kann und trotzdem das Leben in vollen Zügen genießen kann.

Ich möchte euch gerne motivieren, euch selbst zu helfen, denn unser Sozialsystem und Krankensystem kann uns zwar ganz gut dabei unterstützen gesund zu werden oder zumindest gesunder, doch es hängt viel von der eigenen Motivation ab, was du daraus machst. Man kann sich nicht nur auf andere verlassen, wenn man gesund sein will bzw. mit dem vorhandenen Material das beste machen will wie in meinem Fall 😉 .

Ich liebe das Reisen. Bis zu meinem 15 Geburtstag sind meine Eltern mit mir nie irgendwo hingefahren, weil es einfach nicht möglich war, mit dem eigenen Bauernhof zuhause und auch finanziell eine Herausforderung gewesen wäre. Da ich bis dato kinderlos bin, genieße ich meine Freizeit und Reise so viel wie möglich und meist auch auf sportliche Art und Weise. Trekkingreisen sind für mich eine ganz besondere Art zu Reisen, da ich meinen Bewegungsdrang und meine Lust auf das Entdecken eines Landes in einem Erfüllen kann. Wichtig ist auch, dass man im Leben die Menschen an der Seite hat, die diesen Wunsch akzeptieren und unterstützen. Ich kann mich glücklich schätzen, diese Menschen in meinem Leben zu haben, dass es mir trotz meinen Verpflichtungen möglich ist, diese Reisen anzutreten und somit Träume wahr werden zu lassen. So ist es auch absolut nicht selbstverständlich in einer Beziehung zu sein und dann trotzdem mal schnell für 2-3 Wochen allein in den Urlaub zu fahren. Ich habe einen solchen Partner, der Verständnis für meine Leidenschaft hat und mich dementsprechend unterstützt.

Gerade bin ich dabei die nächste Reise auszusuchen und ich bin selbst gespannt wohin mich der Weg führen wird.

Ausflugtipp Hirnkopf

Heute führte mich mein Weg mit den Naturfreunden Brückl und zwei ganz lieben Freundinnen auf die Flattnitz auf den Hirnkopf.

Die erste Skitour seit langer Zeit. Ich war gespannt wie es mir ergehen würde nach der Operation und der langen Skipause.

Der Skitourenführer der Naturfreunde Christian Urbanz erwies sich als freundlicher bemühter Tourenführer, der immer ein Auge darauf hatte, das für jeden die Geschwindigkeit passend war und die Gruppe somit beieinander blieb.

Dank seiner guten Leitung war es uns allen möglich entspannt und glücklich am Gipfel anzukommen und den Moment ganz genießen zu können.

Ich kann ihn also als Tourenführer absolut empfehlen.

Die Skitour von heute hatte angenehme 511 Höhenmeter und bot schöne Aussichtspunkte sowie einen angenehmen Anstieg, der nicht zu direkt war.

Hier ein paar Bilder von heute (danke für die Erlaubnis an alle Beteiligten dass ich auch von euch Bilder veröffentlichen darf):

Katschberger Adventweg

Eine Möglichkeit besinnliches Flair mit Bewegung zu vereinen, ist der Katschberger Adventweg. Diesen habe ich heuer zum ersten Mal besucht und ich kann ihn euch guten Herzens weiterempfehlen.

Man fährt rauf auf den Katschberg, kann gleich bei Parkplatz 1 parken und findet bereits dort das erste Hinweisschild um den richtigen Start zu finden.

Bedingt durch meinen Krankenstand und die damit verbundenen Ausgehzeiten sind wir bereits früh aufgebrochen und waren schon um 14 Uhr (zu dieser Zeit startet der Adventweg) vor Ort. Um diese Zeit war es noch ruhig und natürlich auch hell.

Der Zustieg kann entweder mit Bus, Kutsche oder zu Fuß erledigt werden. Da ich die Chance nutzen wollte, mich endlich wieder am Berg zu bewegen, sind wir natürlich gegangen. In Summe haben wir so über 12 Kilometer Fußmarsch hinter uns gebracht.

Man kommt zum ersten Häuschen am Weg, dort kann man sich verschließbare Thermotrinkbecher kaufen, die am Weg gratis mit warmen antialkoholischen Getränken aufgefüllt werden können. Es gibt unterschiedlichen Tee und Kinderpunsch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Wer einen Glühmost oder Glühwein möchte findet auch zwischendurch die Möglichkeit einen solchen zu erwerben.

Je später und dunkler es wurde, desto mehr Leute befanden sich am Weg, teils mit den Laternen, die man dort kaufen konnte, ausgestattet, teils ohne Licht den Weg entlang stapfend.

Es entbehrt nicht einer gewissen Romantik muss man sagen, wenn Lichter und die aus Holz geschnitzten Figuren mit schönen Sprüchen den Weg zieren.

IMG_3515IMG_4396IMG_4494IMG_4718IMG_4260IMG_5464IMG_2538

In den Hütten wird musiziert und man kann handgemachte Produkte erstehen. Es wird eingeladen dazu gemeinsam zu singen oder einfach Geschichten zu lauschen.

Ein Advent fernab von Hektik und Trubel auf den Bergen, so mag ich das!

Mehr Informationen gibt es dazu unter: http://katschberger-adventweg.at

IMG_6289IMG_9061IMG_5197

Ziele 2018

Was macht man an so einem unfreundlichen Wintertag wie heute, wenn man noch dazu noch nicht ganz fit ist? Richtig man sucht die Herausforderungen für das Jahr 2018.

Ich möchte als nicht professionelle Sportlerin wieder an vielen Events teilnehmen und Spaß am Sport haben und zeigen, dass es nicht nur um die erreichte Zeit geht, sondern um die Erlebnisse am Rande beziehungsweise den Sieg über sich selbst.

Die Reiseplanung muss ich noch ein wenig in die Zukunft verlegen. Auf Grund der Lungenkrebsdiagnose meiner Mutter, möchte ich derzeit noch keine Reise buchen, sondern abwarten, wie ihre Therapie weitergeht nach ihrer Operation. Familie hat absolute Priorität! Da ich aber davon ausgehe, dass meine Mutter diesen Kampf gewinnen wird, weil wir einfach alles Kämpfer sind in meiner Familie, schmökere ich natürlich in diversen Reisebrochüren aber auch in Beschreibungen von Fernwanderwegen (Einige Bücher diesbezüglich haben den Weg auf meine Weihnachtswunschliste gefunden). Die effektive Entscheidung fällt dann Anfang nächsten Jahres, ob ich weiter weg verreise oder in der Nähe bleibe um Erreichbar zu bleiben.

Nichts desto trotz gibt es Events an denen ich mich bereits jetzt anmelden möchte beziehungsweise überlege mich anzumelden.

Fix ist der Start bei Kärnten läuft. Beim Frauenlauf möchte ich mit meinen Mädels vom Club261 #fearless laufen und vielleicht auch seit langem wieder einen Halbmarathon. Eventuell habe ich eine ganz tolle Pacemakerin für dieses Vorhaben @runningzuschi ich hoffe du kannst dich noch an unser Gespräch erinnern 😉

Inspiriert durch @trailbirdie überlege ich den Start beim Karwendelmarsch. Hier könnt ihr mir sagen was ihr denkt:

https://www.facebook.com/vrenchengetsfit/?hc_ref=ARQqeTOl_cVITXSWYecgIqsOQO9cgqHSKxyqQVlDVyfDStQaBYuM8cMqtth0UfBht1w

Kirschblütenlauf ist sicher auch wieder ein Muss … denn ich finde Läufe, die einen guten Zweck zum Hintergrund haben besonders erstrebenswert.

Habt ihr noch Vorschläge, wo ich mitmachen sollte bzw. bei welchen Events ihr mich gerne sehen würdet, dann kommentiert gerne 😉 Ich freue mich auf eure Ideen!

hier ein paar Bilder aus dem heurigen Jahr 💪🏼

Logbuch vom 14.09.2017

Meine Tage in Marokko neigen sich dem Ende. Gemischte Gefühle begleiten mich heute auf dem Weg – einerseits Freude auf meine Lieben zuhause und andererseits Wehmut, denn ein spannendes Abenteuer und das Entdecken eines für mich neuen Landes neigt sich dem Ende zu.

Heute gab es um 7 Uhr Frühstück, Regen und ein starker Wind begleiteten uns die ersten Stunden. 1024 Höhenmeter Abstieg und 100 Höhenmeter im Aufstieg war unsere heutige Etappe. Der erste Tag mit schlechtem Wetter, wir hatten wirklich Glück bis dato gehabt.

Wir bewegen uns also wieder in Richtung Zivilisation. Die erste richtige Dusche erwartet uns in dem „Hotel“. Nach fast 2 Wochen in den Bergen freut sich die Haut auf eine richtige Pflege. Befreien von dem Staub der Viertausender, befreien von dem Wildwuchs in diversen Körperregionen, eincremen nach dem Härtetest für den Körper in den letzten Tagen. Man kann sagen, ein wirklicher Genuss, den man hier wahr nimmt.

Es gibt hier auch ein WLAN, aber es ist dermaßen schlecht, dass nur eine kurze Nachricht in die Heimat gelangen kann, dass wir uns einigermaßen gesund in der Zivlisation eingefunden haben.

Wieder essen am Tisch, das war auch ein Luxus. Wie immer verwöhnte unser Koch uns mit lokalen Köstlichkeiten. Ich glaube ich habe noch nie so viel Gemüse in meinem Leben gegessen.

Abends kommt Khalid nochmals auf mich zu und meint zu mir, er habe sich in mich verliebt. Ich teile ihm mit, dass er ein ganz wunderbarer Mensch ist, aber dass ich meine Liebe schon gefunden habe und ich mir auch nicht vorstellen könnte mit ihm mehr als eine Freundschaft zu pflegen. Dann falle ich müde aber zufrieden in mein Bett – ein ungewohnter Luxus nach 8 Tagen dünner Matte.

 

IMG_4008

hier das einzige Regenfoto

DSC_0431

links neben mir sitzt Peter unser ältester Mitreisender, ich hoffe, dass wir nochmal eine Reise miteinader machen können

DSC_0430

ein kleiner Blick auf die Nachmittagsjause

Logbuch vom 13.09.2017

Heute wäre Toubkal dran gewesen. Ich bin also früh morgens mit den anderen aufgestanden. Verquollene Augen, eine rinnende Nase und offensichtliches Fieber haben mich allerdings daran gehindert, heute den letzten der Viertausender mitzumachen. Wir bleiben heute zu dritt im Camp, denn auch 2 andere fühlen sich nicht fit um den Gipfel trotz geringer Höhenmeter und keiner technischen Schwierigkeit zu absolvieren. Im Endefffekt denke ich mir, dass dieser Gipfel jener ist, den viele Touristen raufgeschleppt werden und den ich nicht zwangsweise auf meiner gemacht Liste haben muss. Ich lege mich also nach dem Frühstück nochmals ins Zelt, kuschle mich in meinen Schlafsack und schlafe noch ein wenig um schnell wieder gesund zu werden (Anmerkung im Nachhinein: dies ist mir bis zuhaus nicht gelungen, auch wenn es etwas besser wurde).

Ich mache mir also mit den anderen – Jutta und Peter sind auch hier im Lager – einen entspannten Tag mit Karten spielen, ein wenig spazieren gehen und einen Kaffee in der naheliegenden Unterkunft.

Das Tal hier ist im Verhältnis schon sehr touristisch und daher sehr verschmutzt. Zudem scheint hier genau eine Windschleuse zu sein, denn es ist eisig kalt und ungemüdlich hier.

Die anderen kommen Mittag wieder vom Gipfelsturm ins Lager und wir verbringen zusammen einen gemüdlichen Nachmittag und Abend. Unsere Crew singt für uns noch einheimische Lieder und wir haben ein festliches Abendessen. Morgen wird unsere Mannschaft uns verlassen und auf die nächste Tour gehen.

IMG_3987IMG_3985IMG_3984IMG_3983

Logbucheintrag vom 12.9.2017

Vorweg ihr lieben Leser, es tut mir leid, dass ich euch so warten gelassen habe mit dem nächsten Beitrag, aber manchmal kommt es im Leben anders an man denkt und man hat ganz schnell andere Prioritäten im Leben.

Nichts desto trotz möchte ich euch weiterhin von meiner Reise oder auch meinen Wanderungen berichten, die ich erlebt habe und erleben werde … hier also der nächste Logbucheintrag meiner Marokko-Reise

1900 Höhenmeter rauf und 1100 Höhenmeter runter … inklusive Kletterpassage, die für eine meiner Mitstreiterinnen auf Grund Ausgesetztheit eine große Herausforderung darstellte.

Um 4:30 Uhr klingelte der Wecker, mein Weckruf sorgte dafür, dass alle in der Gruppe erwachten und wird uns pünktlich zum Frühstück einfanden. Morgens war es noch nicht klar, ob wir den Gipfel an diesem Tag wirklich machen sollten. Also ging es gemeinsam für alle auf den ersten Pass hinauf – 1250 Höhenmeter hatten wir bis dahin schon hinter uns gebracht. Wir gehen heute etwas langsamer, da Peter sehr angeschlagen ist und auch keiner weiß, wieviel uns heute noch an Höhenmetern erwartet. Eine kurze Diskussion in der Runde und wir beschließen den Gipfel heute in Angriff zu nehmen.

Jutta und Peter beschließen gleich den Abstieg zu nehmen mit unserem Koch, der Rest der Truppe geht rauf zum nächsten Pass. Leider hat eine unserer Gruppe sich am Weg rauf verknöchelt und bricht den Aufstieg ab. So gehts also minus 3 Personen weiter auf den Gipfel.

Ich habe zu kämpfen mit dem nun erhöhten Tempo, der Höhe und meiner angeschlagener Gesundheit. Aber ich bin eine Kämpfernatur wie meine Mutter und gehe weiter bis auch ich den Gipfel erreiche.

Auf dem Weg rauf wurde eine Person unserer Gruppe unserem Guide gegenüber sehr unfreundlich.  Er meinte er würde ihn von dem Fels runterschubsen, wenn er noch mal den falschen Namen verwenden würde. Naja ich habe mich auf jeden Fall fremdgeschämt und mich bei unserem Guide für diese Aussage entschuldigt, auch wenn nicht ich sie getätigt habe.

Mein Beschluss an dem Tag, ich muss französisch lernen, eine schöne Sprache ist das

Wetter: 1 Wolke gesehen

Stimmung: Verärgert müde und kränklich

Zitat des Tages: Macht euch bereit!

IMG_3955IMG_3929

Logbucheintrag vom 10.09.2017

Heute ist glücklicherweise ein entspannter Tag. Um 07:30 gabs Frühstück mit Pancakes #besterkochderwelt 🙂

Die heutige Tagesetappe beträgt nur 4 Stunden Gehzeit, wovon nur 100 Höhenmeter aufwärts verlaufen und 1154 Höhenmeter runter. Der Weg war laut #garmin 10 Kilometer lang. Ich habe in der Nach noch den Fuß gelympht … da weiß man wieder wofür man mal die Ausbildung zum medizinischen Masseur gemacht hat. Danach eine schmerzlindernde Salbe drauf und nun ist der Knöchel so gut wie schmerzfrei. Morgens hatte ich kein Fieber, jedoch die Nase rinnt ohne Ende und ich bin schon ganz wund unterhalb der Nase. In der Nacht wehte ein eisiger Wind.

Nach unserer kurzen Tagesetappe gingen wir Mädels ins #hamam für Einheimische. Ein Erlebnis der besonderen Art.  Beim Eingang wäre man versucht gewesen, wieder umzudrehen, da es alles anders als schön und einladend war. Wir gingen also trotzdem rein in dieses dunkle Gebäude bewaffnet mit einem neu gekauften Hamam-Handschuh und zwei Packungen Hamam-Seife. Eine junge zart gebaute Frau erwartete uns bereits mit je einem Kübel warmen Wasser pro Person. Wir setzten uns also auf den Boden hin und die Frau begann uns nacheinander mit dem jeweiligen Handschuh und er Seife abzuschruben. Es war doch ein ganz anderes Erlebnis als die noble Version die ich bis dato beim Hotel #Hochschober auf der #Turrach erlebt hatte. Wir waren ca. 2 Stunden in dem Hamam bis wir alle fertig geschrubbt waren. Zum Schluss wurden wir noch mal mit einer Kübelfüllung Wasser abgeduscht und wurden dann im wahrsten Sinn des Wortes Quietschesauber entlassen.

Der viele Dampf im Hamam tat meiner Nase sichtlich gut und so konnte ich danach wieder gut atmen.

Unser heutiges Camp war ein nettes Camp am Fluß, mit einem kleinen Lokal dabei, wo man sich auch Limonade und Süßes kaufen konnte. Es gab Tische und Stühle um wieder in alter Manier zu essen. Die letzten Tage haben wir ja nach marokkanischer Art am Boden sitzend gegessen.

Unser Guide Khalid wollte mit mir abends die Stadt erkunden, ich verneinte und spielte mit den Mädels unserer Gruppe wieder mal Karten und wir tratschten fröhlich über Gott und die Welt. Dann ging es früh abends ins Zelt zum Schlafen um schnell wieder ganz gesund zu werden.DSC_0267DSC_0270DSC_0271DSC_0273DSC_0274