Alljährliches Resume vorm Geburtstag

Ich wäre nicht ich, wenn ich meinen bevorstehenden Geburtstag nicht dazu nützen würde um das bisherige Leben und das vergangene Jahr zu reflektieren und einigen wenigen Personen DANKE zu sagen.

Liebe … Seit nunmehr bald 9 Monaten befinde ich mich in einer neuen Beziehung. Seit Tommys Tod war es mir nie mehr so intensiv möglich zu fühlen und dann kam er in mein Leben und alles wurde anders. Ich wurde wieder kitschig wie ich es früher war, mit Liebesnachrichten und vorallem mit Musik im Herzen. Mit seiner Spiritualität und seiner Herzlichkeit hat er es ohne Mühe geschafft, diese eiskalte Mauer um mein Herz niederzureißen. Nie hätte ich mir das erträumen können. Ich werde nie den Moment an Tommys Grab vergessen in der ich dachte ich würde nie mehr so lieben können. Das ist nun 15 Jahre her und siehe da, ich habe solch intensive Gefühle in meinem Herzen, dass ich vor Glück schreien könnte. Danke dir mein Liebling für dieses wunderbare Geschenk!

Freunde … ein sehr bewegendes Thema dieses Jahr … ich habe nach Mamas Diagnose lange nicht so funktioniert wie man es von mir erwartet hatte und habe vielleicht auf dem Weg auch manche Menschen in Ihren Erwartungen an mich enttäuscht. Aber ich bin ein Mensch mit Fehlern wie wir alle und die wahren Freunde sind geblieben und haben mich auch mit meiner Fehlerhaftigkeit bzw Menschlichkeit weiterhin in ihrem Herz behalten. Insbesondere Julia und Nathalie … ein besonderer Dank an euch, dass ihr mich so akzeptiert wie ich es bin. Danke auch Christoph für die Freundschaft, die geblieben ist!

Vereinsleben … ja es gibt viele tolle Vereine … es gibt liebe Menschen in Vereinen … es gibt Menschen in Vereinen die sich gegenseitig nicht mögen oder gar schlecht machen … es gibt Freundschaften und gute Bekanntschaften in Vereinen … schade dass nicht mehr Miteinander möglich ist … Ich habe in ALLEN Vereinen Menschen kennengelernt, die ich toll finde, die sportlich oder auch manche menschlich eine Inspiration geworden sind und von denen ich gerne lernen möchte. Für mich ist es egal welcher Vereinsname am Shirt von euch steht! Wenn ich euch kenne, werde ich euch die Daumen drücken und euch anfeuern wenn ich am Weg stehe, denn das ist für mich der sportliche Gedanke!

Familie … aktuell dürfen wir durchatmen und ohne neue Katastrophen das Leben genießen und ich wünsche uns dass wir das noch lange können. Unsere Familie hatte es nicht immer leicht und es gab viele Höhen und Tiefen in unserem langen gemeinsamen Weg, aber wenn es hart auf hart kommt, halten wir zusammen.

Sport … ich habe viele Stunden damit verbracht zu trainieren, viel Zeit um besser zu werden, viel Zeit für meine Gesundheit, viel Geduld mit mir und meinen Trainern, meine Trainer mussten auch viel Geduld mit mir haben, denn ich weiß ich bin keine einfache Kundschaft und auch hier mal ein Danke an euch beide! Ich wollte meine Ziele schneller erreichen, aber es gab einen Moment ich dem ich mein Denken änderte. Ich hatte ein schlechtes Gewissen als ich ein Training nicht machen konnte, weil ich zeitlich nicht zurecht gekommen wäre und mich zwischen essen und Sport entscheiden musste. Das war der Moment in dem ich wusste, besser langsam aber mit Genuß zum Ziel. Ich habe vor kurzem meinen ersten Sprinttriathlon erfolgreich beendet und ich bin stolz, dass es trotz einigen Hindernissen trotzdem so gut geklappt hat!

Ziele bis zum 40iger … glücklich sein, das Leben genießen und in schweren Zeiten stark bleiben, mehr Ziele braucht es nicht für mich.

Mein erstes Schwimmtrainingslager

Hätte mich vor zwei,drei Jahren jemand gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in ein Schwimmtrainingslager zu fahren, hätte ich wohl gelacht. Ich hätte gefragt wofür und hätte mir nie vorstellen können, wie genial aber auch anstrengend schwimmen sein kann.

Es ging also Freitags vormittags auf die Reise nach Lignano Italien mit dem Triathlonverein 3athlon, bei dem ich inzwischen einige liebe Menschen kennen- und schätzengelernt habe. Mit einer kurzen Pause auf einer italienischen Raststätte ging es direkt zum ersten Training. Das Training fand im Olympiastadion von Lignano statt. 2 Einheiten zu je ca 1 1/2 Stunden pro Tag erwarteten uns.

Hier der Link zum Schwimmbad: Olympia Stadion

Unser Trainer Mario teilte mich auf der leichtesten Bahn ein und ich war sehr froh darüber, denn ich wollte mich verbessern und hatte aber definitiv noch nichts bei den starken Schwimmern zu suchen. Schließlich habe ich erst im April meine ersten Kraulversuche gemacht und bin gerade mal in einem Stadium dass ich inzwischen nicht die Angst habe zu ersticken oder zu ertrinken 😉 naja ok so schlimm ist es dann doch auch nicht mehr, aber ich habe definitiv noch viel Potential nach oben und habe noch viel an meiner Technik zu feilen.

Nach der ersten Einheit ging es ins Hotel. Ein kleines nettes Hotel mit einer kleinen Bar, einen ansprechendem Frühstücksbuffet und zwei Mittagsnudelvarianten und Salat für zwischen den Trainings.

Hier der Link zum Hotel: Hotel Bologna

Wir haben viel Technikübungen gemacht und auch solche Herausforderungen wie mit den Armen kraulen und den Beinen Brustbeinschlag und umgekehrt gemeistert, wir haben etliche Kilometer im Wasser hinter uns gebracht und ich bin noch nie so viel in meinem Leben geschwommen. Am letzten Tag durfte ich auch meine ersten Versuche mit der Rollwende wagen und stellte mich dabei angelbich auch gar nicht so schlecht an. Bei der letzten Einheit wollte dann meine Schulter partou nicht mehr die Hand nach vorne bringen, zumindest links nicht. Ein Zeichen dass es genug war für das erste Schwimmtrainingslager.

Ich habe dank unseres Trainers viel Input erhalten und konnte viel dazulernen und insbesondere meine Armtechnik beim Kraulen verbessern. Ich hatte viel Spaß und das Schönste war wohl, dass ich dieses schöne Abenteuer gemeinsam mit meiner besseren Hälfte erleben durfte und abends erschöpft aber zufrieden an seiner Seite einschlafen konnte. Für ihn wären meine Einheiten wohl ein Klacks gewesen und trotzdem gab er mir das Gefühl stolz auf mich zu sein.

Fakt ist, es gibt im März eine Wiederholung und ich freue mich schon jetzt drauf!

Danke nochmals an Mario Kapler für die Organisation und das tolle Training!

Der Trainer

Seminar „Innere Fesseln sprengen“

Als ich vor ca. einem Jahr das erste Mal ein Seminar bei Karl Edy (Link zur Homepage). Insofern war ich mir bereits bevor ich mich auf den Weg zum Mondsee gemacht habe, bewusst, dass es ein intensives Wochenende werden würde, in dem viele Emotionen zu Tage treten werden, die sonst unter dem kontrollierten Leben eher verborgen bleiben.

Ich machte mich also am Freitag auf den Weg zu meinem Quartier, welches hoch erhoben einen einzigartigen Blick auf den Mondsee gewährte und für den Mondsee ansich wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hatte und meiner Meinung nach sogar richtig günstig war, für was man geboten bekam.

http://www.gesundheitshof-lohninger.at/

Dort eingecheckt wollte ich natürlich gleich das Örtchen und den See erkunden. Ich begab mich also gleich ins kühle Nass und lief ein kleines Stück entlang des Mondsees … ich lief jedoch mit bewusst offenen Augen um meine Umgebung intensiv wahrnehmen zu können und somit den Aufenthalt richtig genußvoll zu starten. Liebevolle kleine Details entlang der Strecke ließen den Lauf zu einem entspannten Erlebnis werden.

Nach einer ruhigen Nacht in der man maximal mal eine Kuh muhen hörte, ging es am nächsten Tag wieder in den Ort um zu Frühstücken. Das erste Frühstück konsumierte ich in der Konditorei Ebner. Ein Vitalfrühstück welches für 2 Personen gereicht hätte, so reichlich war dieses und auch ausgezeichnet im Geschmack.

Ich ging noch kurz auf den Bauernmarkt und fand beim Schlendern durch den Ort einen Schlüssel mit blauen Anhänger, den ich dann bei der Basilika abgegeben habe (falls jemand diesen suchen sollte 😉 )

Nun zum Seminar ansich. Es war eine besondere Freude Karl nach langer Zeit wieder zu treffen. Er war mir, wenn auch nur in digitaler Kommunikation, eine Stütze während des letzten Jahres. Ich wusste für mich, dass ich mich auf neue Experimente ganz und gar einlassen müsste, um den maximalen Lerneffekt und Benefit aus diesem Seminar zu ziehen.

Neben Meditiation mit Neuromusik, in der wir unter anderem angeleitet wurden, uns mit unseren Eltern auszusöhnen, ihnen zu danken aber auch zu sagen, was uns nicht gefallen hat und sie aus der Rolle des Elternteils zu entbinden, haben wir auch einige Übungen zur Selbstreflexion gemacht und auch Werkzeuge mitbekommen um zuhause an uns weiter zu arbeiten.

Eine besonders intensive Erfahrung für mich persönlich war das holotrope bzw. transzendente Atmen. Man beginnt bei langsamer Musik bewusst tief einzuatmen und auszuatmen, in dem vom Körper natürlich vorgegebenen Rhythmus. Bei steigender Geschwindigkeit der Musik, wird der Rhythmus der Atmung schneller und die natürliche Atempause nach dem Ausatmen verschwindet. Irgendwann so sehe ich es als ausgebildete Sanitäterin gelangt man in Symptomatiken von einer Hyperventilation wie zum Beispiel Parästhesien, als „Ameisenlaufen“ empfunden, begleitet von Verkrampfungen der Hände („Pfötchenstellung“), man verliert die Kontrolle über den Körper und plötzlich passieren die unterschiedlichsten Dinge, manch einer beginnt hemmungslos zu weinen, weil alle Emotionen sich den Weg frei gemacht haben, manch einer hat außerkörperliche Erfahrungen, manch einer scheint liegend zu tanzen, … bis man plötzlich nicht mehr atmet und dass für eine gefühlte Ewigkeit.

Eine Person befindet sich in dieser Ausnahmesituation, eine zweite Person fungiert als Betreuerin um im Notfall die Person wieder zu beruhigen oder zur korrekten Atmung anzuleiten. Wir durften an diesem Wochenende beide Positionen kennenlernen und ich muss gestehen, die Beobachtung dieser Situation lässt definitiv die Sanitäterin in mir wach werden. So habe ich mich erwischt zu schauen ob die Person zyanotisch wird, aber es war alles gut und eine wahnsinnige Erfahrung für alle Beteiligten.

Ich nehme sehr viel mit von diesem Seminar. Gestern als ich nachhause gefahren bin, haben eigentlich Beisätze des Seminars noch sehr in mir gearbeitet und plötzlich hatte ich einen Moment der Erkenntnis. Ich habe plötzlich Verstanden warum mein Opa vor seinem Tod so war, wie er war. Ich habe mich damals gewundert, wieso er plötzlich seine Ehe mit meiner Großmutter schönredet, von der er sich scheiden lies …. nun weiß ich dass es seine Version war mit der Vergangenheit Frieden zu schließen um dann gehen zu können und keine offenen Belange zurückzulassen.

Ich werde mich nun an meine Schreibübung 30 Tage 30 mal mein neuer Glaubenssatz wagen um an einer meiner Charakterschwächen zu arbeiten und bin gespannt ob ich damit Veränderung in mir und in meiner Umwelt bewirken kann.

Es gibt einen schönen Spruch dazu: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst!

In diesem Sinne lasst uns alle an uns selbst arbeiten bevor wir es an anderen tun wollen.

Eure Verena

Karwendelmarsch 2018

Dieses Event war eigentlich der Grund warum ich mich im Dezember dazu entschied einen Trainer zu suchen, denn ich wollte gut vorbereitet in dieses Abenteuer gehen.

Ich habe viel trainiert in diesem Jahr, aber Höhenmeter waren eigentlich verhältnismäßig wenige in meinem Trainingsplan, da zusätzlich die Herausforderung Triathlon anstand.

Ich fuhr also Freitag nach Pertisau, wo ich mich in einem modernen jungen Hotel einquartiert hatte für dieses Wochenende. Die Wetterprognose war alles andere als erfreulich, von Regen und Schnee war die Rede.  Davon wollte ich mich aber nicht gleich abschrecken lassen, ich wollte zumindest starten, denn es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung.

Das Hotel nach 6:35 Stunden erreicht, sah ich mir Abends noch das idylische Ortchen am Aachensee an, allerdings bereits da mit leichtem Regen. Ich wusste nun wo am nächsten Morgen das Shuttle nach Scharnitz losfahren würde. Lokale waren bereits an diesem Tag überfüllt und es war kaum möglich etwas zu essen zu bekommen. Ich ging früh ins Bett, denn bereits um 3 Uhr morgens sollte mich der Wecker wieder aus dem Schlaf reißen, was er dann auch tat. Schon bei Regen ging es zum Shuttlebus. Die Organisation dieses Events war wirklich vorbildhaft!

Über eine Stunde Busfahrt zum Startbereich und dort noch ein Käsesemmerl und einen Kräutertee bevor um 6 Uhr mit einer altertümlichen Kanone der Startschuss fiel.

Die Läufer schlängelten sich an den Wanderern vorbei aber auch Personen, die sich zum wandern angemeldet hatten liefen los. Laufend war nicht mein Ziel. Ich hatte mich für den Marsch angemeldet also würde ich auch nur gehen, so war meine Devise. Ich ging also mit einem flotterem Schritt los, den ich die ersten 5 Stunden gut halten konnte. Auf Grund des immer wieder auftretenden Niederschlages aber auch auf Grund der verregneten Nacht, waren die Wege jedoch sehr rutschig und so gestaltete sich der Abstieg zum ersten Ziel bei 35 km in Eng als doch nicht ungefährlich. Immer wieder rutschten Personen vor und neben mir aus, die ihr Tempo nicht den Umständen anpassten. Es war höchste Konzentration geboten. Auf Grund dessen entschied ich im Abstieg, dass für mich diesmal die 35 km und 1460 Höhenmeter meine Ziellinie sein werden, denn es lag mir fern irgendetwas zu riskieren. Am nächsten Tag habe ich zwei Mädels getroffen, die trotz der Umstände weitergegangen sind, sie meinten der nächste Aufstieg wäre auf Grund der Wegbeschaffenheit der absolute Horror gewesen und Sie wären klatschnass im Ziel angekommen. Sie waren sichtlich angeschlagen während ich am Abend noch einen entspannten Spaziergang durch den Ort gemacht habe und das Flair genießen konnte.

Es waren am Weg reichlich Labestationen mit einem tollen Angebot für jeden Geschmack. Ich hätte wohl die Hälfte an Gepäck nicht mitnehmen müssen, aber ich komme wieder und dann weiß ich schon besser Bescheid 😉 erstens bei Schönwetter definitiv keine Bergschuhe mehr sondern Trailrunningschuhe, zweitens die Hälfte an Equipment genügt, zum Trinken eine Flasche mitnehmen und diese bei den Labestationen besser auffüllen als 3 Liter vom ersten Moment rumschleppen, keine Regenjacke sondern nur mehr Poncho,…

Hier noch einige Bilder vom Event:

Der erste Triathlon

Was für ein Tag und welche Emotionen … es fällt mir nicht leicht die richtigen Worte dafür zu finden, auch wenn ich mir eigentlich sehr leicht tu meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen…

Aber ja beginnen wir am frühen Morgen: Ich wurde schon nervös munter … mein Ruhepuls war rund 20 Schläge höher als sonst und ich hatte nicht wirklich gut geschlafen. Wie üblich habe ich meinen Vitalmonitor angelegt um den körperlichen Istzustand zu überprüfen … ein katastrophales Messergebnis durfte mich wohl in diesem Zustand nicht überraschen … naja es ist Wettkampftag … ignorieren und Gas geben war die Devise.

Meine Freundin Nathalie, mit der ich plane gemeinsam den Ironman zu machen, hat mich zuhause abgeholt und wir fuhren gemeinsam zum Event-Ort. Gemeinsam zur Startnummernausgabe, wo mir ein reich gefülltes Startersackerl übergeben wurde (Hier ein absolutes Lob an die Organisation und danke für die tollen Goodies an die Veranstalter vom Kraiger See Triathlon). Ab in die Wechselzone zum Bike Check in … einiges durfte ich last Minute noch vorher lernen, worauf ich zu achten hatte, auf den Rest hatte Nathalie ein wachsames Auge und gab mir Anweisungen zur perfekten Positionierung meiner Sachen neben dem Bike. (Danke an dieser Stelle für deinen tollen Support an dem für mich wirklich sehr bedeutenden Tag)

Als dies erledigt war, war mein Puls auf rund 110 Schläge pro Minute angestiegen, denn eigentlich sollte es jetzt bald los gehen. Bei der Rennbesprechung gab es die letzten Anweisungen welche Gebote und Verbote zu beachten waren und wo welche Gefahrenzonen lauern könnten. Hm als Neuling sind diese ganzen Regeln sehr fremd aber im Nachhinein gesehen auch sehr wichtig.

Ab ging es an den Start. Auf Grund eines medizinischen Notfalls musste der Start um eine Stunde verschoben werden.

Mein Blick schweifte über das Wasser und ich hatte richtigen Respekt vor dieser Distanz, war ich doch bis dato längstens 50 Meter durchgeschwommen und dann immer eine kurze Unterbrechung und hatte auch immer Bahnen an denen ich mich orientieren konnte. Das war nun alles anders … open water und 300 Meter durch. Das klingt so wenig aber in dem St. Veiter Hallenbad sind das dann doch 12 Längen. Ok es gab einfach kein zurück mehr. Wir positionierten uns im Wasser auf einer fiktiven Linie und dann kam der Countdown … noch ein letzter tiefer Atemzug auf 2 und dann ging es los … ich versuchte mein Glück mit dem Kraulen, aber leider fehlte es mir hier an der Orientierung oder ich lies mich zu sehr von einer Person neben mir irritieren (so die Analyse von einem Video durch einen sehr erfahrenen Schwimmer und Schwimmlehrer). Ich wechselte also in das Brustschwimmen und konnte mein Tempo erstaunlicherweise sogar beibehalten. Meine Befürchtung ganz allein hinten zu schwimmen und als letzte das Wasser zu verlassen sollte sich also nicht bewahrheiten. Nach 7 Minuten und 1 Sekunde hatte ich das Wasser verlassen und lief in gemäßigtem Tempo zur Wechselzone, denn mein Puls war inzwischen auf 155 angestiegen.

In der Wechselzone angekommen ging der Wechsel gefühlt unproblematisch vor sich und ich konnte rasch mein Rad auf die Strecke bewegen. Ich spürte die Leere in meinen Beinen, denn ich war bis dato noch nie nach einer Schwimmeinheit Rad gefahren. Aber schon bald erwartete mich auf der Strecke die berühmt berüchtigte Bergwertung, die ich im Vorfeld schon einmal gefahren war. Damals hatte ich für die Strecke um einiges weniger lang benötigt, aber die Steigung machte mir nach dem Schwimmen doch ganz schön zu schaffen. Aufgeben war jedoch keine Option! Oben angekommen atmete ich tief durch und lies einen kleinen Freudenschrei los und dann ging es ab die Post wieder runter und gerade aus zur Wechselzone.  Die Schuhe am Rad auszuziehen hat für den ersten Triathlon ganz gut geklappt aber ich hätte etwas später vom Rad absteigen können.

Socken ja oder nein, war ein Thema in dem es wohl viel zu diskutieren gab, ich entschied mich für Socken, weil ich glaubte, dass diese paar Sekunden nicht mehr viel an meiner Zeit ändern würden. Ich lief also los und schwups, die nächste Steigung. Irgendwie hatte ich diese Steigung nicht so gemein in Erinnerung, aber auch hier gab es kein Aufgeben. Ich hatte mir keine Zielzeit gesetzt und daher war es nicht schlimm, dass ich auch mal gehen musste bei der Steigung. In der Geraden und Bergab funktionierten die Beinchen wieder brav und brachten mich unter lauthalsem Anfeuern von Nathalie und Claudia ins Ziel.

Kennt ihr dieses Gefühl einen Sieg über euch selbst zu haben? Das Gefühl selbst gesteckte Grenzen plötzlich gesprengt zu haben?  Ich fühlte mich so unsagbar stark in diesem Moment! Vor einem halben Jahr hätte ich mir nie gedacht, dass ich das so schaffen würde, aber es hat funktioniert und um ehrlich zu sein war ich so stolz und happy darüber, dass ich sogar Freudentränen nicht mehr ganz zurückhalten konnte.

In diesem Sinne kann ich euch sagen, dass dieser erste Triathlon nicht der letzte war und dass ich mit Freude weitermachen werde!

Bleibt gesund und habt Spaß ihr Lieben! Euer Vrenchen

Schwimmkurs am Faaker See

Wie ich euch bereits vor ein paar Tagen erzählt habe, habe ich mich für einen Schwimmkurs am Faaker See angemeldet.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich natürlich irrsinnig gespannt war, wie die Gruppe und der Trainer so sein werden und ich erst mal dieses Bundesportzentrum finden musste.

Ich war natürlich wie üblich viel zu früh am Kursort, was mir die Gelegenheit gab, das wunderschöne Ambiente dort zu genießen und der schon fortgeschrittenen Gruppe vorher zuzusehen. Ich hoffe, dass ich auch bald so gut schwimmen kann 🙂

Dann kamen die ersten anderen Kursteilnehmer, die erste Einheit hatte ich ja leider versäumt und somit kannte ich noch keinen der anderen. Ich merkte jedoch schnell, dass ich in einer humorvollen Runde gelandet war und fühlte mich schnell wohl.

Die Übungen, die uns Klausi zeigte waren sicher noch nicht in Perfektion aber immerhin ohne ertrinken machbar, so dass sich auch das Training richtig gut anfühlte um nicht zu sagen, dass es sogar richtig Spaß gemacht hat. Ein neues Gefühl für mich, bei Kraulversuchen Spaß zu haben.

Ich habe sicherlich noch viel an meiner Technik und Ausführung zu arbeiten, aber immerhin gelang es schon in der für mich 2. Einheit gestern eine 50m lange Bahn zu kraulen ohne dabei den halben See leer zu trinken und sogar ausreichend Luft zu bekommen. Ein wesentlicher Fortschritt in kürzester Zeit. Ich bin gespannt, wie es bis zum Ende des Kurses sein wird. Ich werde euch berichten.

Erste Tour als Wanderführerin

Wie viele von euch wissen, habe ich heuer eine Ausbildung zur Wanderführerin für die Naturfreunde machen dürfen. Bestehende Wanderführer der Ortsgruppe sahen offensichtlich das Potential in mir, diese Aufgabe übernehmen zu können und boten mir an für die Naturfreunde solch eine Funktion zu erlernen und übernehmen zu dürfen.

Lange habe ich dankend abgelehnt, da ich auf Grund meines knappen Zeitbudgets eine zusätzliche Aufgabe nicht übernehmen wollte. Nach wiederholtem Fragen und Anbieten sagte ich dann doch zu und ich muss sagen, ich bereue es nicht.

Die Ausbildung fand in Spital am Phyn statt im Naturfreundehaus. Es war eine sehr kurzweilige, intensive und interessante Ausbildung, die mir hier zuteil wurde.

Nun ging es also am Sonntag nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung auf meine erste Tour für die Naturfreunde St. Veit an der Glan.

Da ich mir bewusst eine Tour ausgesucht habe, die ich bis dato nicht kannte, bin ich diese zuerst bewaffnet mit analoger und digitaler Karte begangen um gut vorbereitet zu sein für meine erste Gruppe.

Um 7 Uhr trafen wir uns beim Naturfreundebüro in St. Veit, zuerst das administrative erledigt und dann ging es los zur Tonnerhütte, die Ausgangspunkt für unsere Wanderung war.

Durch die Nutzung sozialer Netzwerke konnte ich auch neue potentielle Mitglieder motivieren bei meinem Debüt dabei zu sein.

Ich hatte rund 5 Stunden inkl Pausen für die Tour berechnet. Dieser Plan ging gänzlich auf. Ich hatte das Glück eine sehr homogene Gruppe führen zu dürfen in der alle gut mithalten konnten und alle den Gipfel gemeinsam erreichen konnten.

Es war ein besonderer Moment für mich, die erste Tour zu führen und dass mir diese Personen ihr Vertrauen schenkten. Ich freue mich auf weitere Touren und auch auf Fortbildungen um mein Wissen in diesem Bereich zu erweitern.

Dank meinem Teilnehmer Roman darf ich euch hier wunderbare Bilder der Wanderung präsentieren! Vielen Dank für die Aufnahmen und die Erlaubnis diese zu Veröffentlichen, auch an die Teilnehmer!

 

Sommerschwimmkurs

Soziale Netzwerke sind auch oft gut um neue Optionen zu finden. Eine meiner Followerinnen auf Facebook befindet sich auch auf dem direkten Weg zum Ironman nur dass sie bereits ein Jahr früher den Start wagt. Als ich in Strava ihre Schwimmzeit sah, musste ich Ihr zu dieser Leistung einfach gratulieren. Wir begangen also ein wenig hin und her zu schreiben über das für mich leidige Thema Schwimmtechnik und dass mein Kurs leider erst im Herbst starten würde.

Sie teilte mir mit, es gäbe auch im Sommer ein Angebot Ihres Schwimmlehrers, der einen Kurs am Faaker See abhalten würde. Auf Grund Ihrer Schwimmzeiten bin ich mal davon ausgegangen, dass dieser Schwimmlehrer nicht so schlecht sein kann 😉 Kurzer hand habe ich also Kontakt mit ihm aufgenommen und bin ab Morgen zwei mal die Woche beim Schwimmkurs 🙂 Ich freue mich drauf mich zu verbessern!

Details zum Kurs:

10 Einheiten je 60 Minuten je Di und DO
keine Vorkenntnisse notwendig
70 % Hauptlage: Kraul
30 % Nebenlagen: Brust & Rücken
richtiges Kraulschwimmen + Grundzüge im Brust- & Rückenschwimmen

hier gehts zum Kurs

Mal schaun ob Klaus auch mich flott bekommt 😉

im Herbst geht es dann in Klagenfurt weiter, aber so bin ich dann schon gut vorbereitet und kann dann bald hoffentlich beim normalen Bahnentraining mitschwimmen mit den anderen Vereinskollegen und Kolleginnen.

 

 

Gewagte Ziele?

Kann man es wagen als ehemaliger Sportmuffel scheinbar ganz wahnsinne sportliche Ziele zu entwickeln? Setzt uns der Körper wirklich die Grenzen oder eher die mentale Stärke? Welchen Zeitraum setzt man sich um eine solide Leistung für ein scheinbar unerreichbares Ziel zu erwirken?

Vor einem halben Jahr hätt ich mir nicht mal richtig vorstellen können bei einem Triathlon zu starten, auch wenn ich ein Versprechen einzulösen hatte.

Die Leidenschaft am Sport hat mich jedoch zu gepackt, dass sich in meinem Kopf ganz lustige Dinge abspielen und ich plötzlich ein Ziel vor Augen hab, dass für mich so unfassbar scheint und auch surreal. Kennt ihr das? Und trotzdem wird das Ziel von Woche zu Woche präsenter und man macht sich plötzlich Gedanken, wie lange man wohl tatsächlich braucht um bei diesem einen Event zu starten?

Im letzten Jahr habe ich viele sportlich inspirierende Menschen kennengelernt, was sicherlich dazu beigetragen hat, die eigenen Ziele etwas zu erweitern.

Ich glaub ich muss echt mal ein ernstes Wörtchen reden mit meinem Trainer, wohin mich der Weg führen soll und wie lange wir dort hin brauchen  😉

realistisch oder nicht 😉

Bikefitting

Also da gibt es Sachen, die gibts gar nicht

Ich habe gehört, dass man sein Rad hinsichtlich besserer Ergonomie und besserer Kraftübertragung perfekt an den Körper anpassen kann und auch sollte, wenn man vor hat damit öfters zu fahren als die Gelegenheitsfahrer.

Gesagt getan, Googel befragt, Freunde befragt, und schlussendlich in Villach bei Hannes Stefan Czeitschner (True Fit Coaching) gelandet.

Am Telefon hat er mir die nötigen Informationen gegeben, auf was mich beim Fitting erwarten würde. Ich fuhr also gut Vorbereitet mit meinem Haibike und der nötigen Ausrüstung nach Villach.

Zuerst wurde der Istzustand erfasst, Hannes war ziemlich entsetzt über den Istzustand und war verwundert, wie ich so 100 km ohne größere Beschwerden aushalten konnte, es wurde also einiges umgestellt.

Pedalplatten nach Hinten, Sattel nach vorne und weiter runter, Sattelnase runter, Lenker runter, kürzerer Vorbau, Schalt und Bremsgriffe justiert und zu guter letzt noch Armpads und Extensions montiert.

Mittels Verkabelung wurden genau die Winkel meiner Körperhaltung eruiert und auf das Optimum für mich gebracht.

Das Highlight war wohl, als Hannes feststellte, wie schwer mein Rad eigentlich ist und dass ich eine Maschine sei, wenn ich dieses Rad den Hügel raufjagen würde 😉 Tja was soll ich sagen, 12 kg bewegen das kann ich. Wobei mich jetzt schon interessieren würde, wie schnell ich wohl mit so einem super leichten Bike wäre. Aber wer mit einem schweren Bike fahren kann, kann es erst recht mit einem leichten 😉

Hier ein interessanter Artikel mit Interview von Hannes:

https://www.trinews.at/ist-eine-sitzpositionsanalyse-sinnvoll-fuer-mich/